Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
7. Angstdenken bewusst machen
Ein alter, weiser Cherokee-Indianer saß einst mit seiner Enkeltochter am Lagerfeuer. Die beiden sprachen über ‚Gut‘ und ‚Böse‘ und wie beides zustande kommt. Der Alte erklärte: „Im Leben gibt es zwei Wölfe, die miteinander kämpfen. Der erste ist die ‚Angst‘, die wiederum Hass und Feindschaft schürt. Der zweite ist das ‚Vertrauen‘, das wiederum die Liebe und den Frieden stärkt.“ Die junge Enkelin schaute eine Zeit lang ins Feuer, dachte über die Worte ihres Großvaters nach und fragte dann: „Welcher Wolf gewinnt?“ Der Alte antwortete ihr: „Der, den Du fütterst.“
Nicht nur die frühkindliche Prägung und übernommene Glaubenssätze können uns am ganzheitlichen Erfolg hindern. Vielleicht hast Du ja schon die Sätze „Energie folgt Aufmerksamkeit“ und „Gedanken erschaffen Realität“ gehört? Genau darum geht es bei Erfolg und Misserfolg nämlich häufig. Wenn Du zum Beispiel einem Kind nachrufst, das eben erst Radfahren lernt: „Nicht gegen den Pfeiler fahren!“, was wird sehr wahrscheinlich passieren? Richtig: Das Kind wird sofort auf den Pfeiler fokussieren und erst recht darauf zusteuern.
Viele Menschen legen ihren Fokus im gesamten Leben oder zumindest in einzelnen Lebensbereichen genau so fest. Sie haben den Blick stets nur auf das gerichtet, was sie vermeiden wollen, nämlich auf das, was ihnen Angst und Sorgen bereitet. Sie strengen sich verbissen an, um etwaige Ablehnung, Liebesentzug, Jobverlust, Geldmangel und vieles mehr zu verhindern. Sie handeln also ständig aus Angst statt aus Freiheit heraus. Rational betrachtet gibt es dabei zumeist keinerlei Gründe für diese Sorgen. Im Gegenteil: Sie schaden sich mit diesem negativen Fokus oft sogar sehr, weil sie sich selbst verstellen und sich im Leben einschränken, nur um nichts davon erleben zu müssen, wovor sie Angst haben. „Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, bleibt zu Recht ein Sklave“, folgerte schon Aristoteles im 4. Jahrhundert vor Christus.
Aber auch ein Hauptaugenmerk auf einen Gedanken wie „Ich habe Angst vor Geldmangel“ richtet im Unbewussten den Blick wieder nur auf „Geldmangel“. Die Sicht verengt sich und es wird überall nur noch Geldmangel wahrgenommen. Dadurch verstärken sich Ängste, diese wiederum verleiten uns zu unpassenden Entscheidungen, welche wiederum zu Blockaden in anderen Lebensbereichen führen können. In kürzester Zeit hat man sich auf diese Weise den perfekten „Geldmangel“ selbst kreiert.
Mit den Ängsten der Menschen lässt sich auch sehr gut Geld verdienen, weshalb sich viele Branchen diese menschliche Eigenart zunutze machen. Zum Beispiel ist „Angst“ eines der wichtigsten Motive bei Kaufentscheidungen. Unter anderem leben die Versicherungsbranche sowie diverse Sicherheitsfirmen davon.
Angst hat an sich eine sehr wichtige Funktion. Sie schützt uns vor unüberlegten Handlungen und dem damit einhergehenden Risiko, das Leben zu verlieren. Zu viel Angst wiederum schränkt uns ein und macht unfrei. Ziel dieses Buchabschnittes soll deshalb sein, dass Du in allen Lebensbereichen Deinen Zugang zu Angst reflektierst und gegebenenfalls für Dich positiv veränderst. Du sollst in Zukunft die Möglichkeit haben, Deine Ziele und Wünsche zwar vernünftig zu überdenken, sie aber frei von Ängsten und Blockaden umsetzen zu können.
Ängste wie die folgenden sollten auf Deinem Weg zum ganzheitlichen Erfolg künftig der Vergangenheit angehören:
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Angst vor dem Scheitern – und deshalb gar nicht erst zu beginnen.
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Angst vor dem Gewinnen – weil danach die Erwartungshaltung anderer noch größer sein könnte als bisher.
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Angst vor dem Erfolg – weil die Perspektive fehlt, was danach kommt.
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Angst davor, eine Sucht zu beenden – aus Sorge, es könnte danach alles noch schwieriger sein.
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Angst vor Nähe (Enge, Selbstaufgabe, Unfreiheit) – die zu ungewollter Beziehungslosigkeit führt.
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Angst vor Verantwortung – die in einem unerfüllten Kinderwunsch resultiert, aus Sorge, ein schlechter Elternteil zu sein.
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Angst vor Strafe nach dem Tod (Jüngstes Gericht etc.) oder vor Nachteilen bei einer etwaigen Wiedergeburt – was zu spiritueller Überbeschäftigung führt.
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Angst vor Krankheit – was eine übermäßige Auseinandersetzung mit potenziellen Krankheiten oder einen Medikamentenkonsum über die ärztliche Verordnung hinaus auslöst.
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Angst vor Unterversorgung (oft aus der frühen Kindheit) – die sich in unkontrolliertem Essverhalten äußert.
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... und viele mehr.
Etliche dieser Ängste und Blockaden liegen vielleicht noch in Deinem Unbewussten verborgen und müssen Dir erst bewusst werden, um sie aufzulösen. Ängste, die wiederum psychischen Stress verursachen, können nämlich nachweislich dazu beitragen, dass Du Dich bei Zielen wie zum Beispiel „Erfüllter Kinderwunsch“ selbst blockierst. Der Physiker Erwin Schrödinger erkannte aus seinen Arbeiten: „Die Welt ist ein Konstrukt aus unseren Empfindungen, Wahrnehmungen, Erinnerungen.“ Er meint damit, dass jeder Mensch durch seine individuellen Filter aus Prägungen, Erkenntnissen, Gefühlen, Erlebnissen, Sichtweisen etc. dieselbe ihn umgebende Umwelt anders wahrnimmt als alle anderen um ihn herum. Das bedeutet aber auch: Du bist – wie jeder andere Mensch – in der Lage, durch das Ändern Deiner Filter Dein gesamtes Leben zu verändern.
Das Überwinden Deiner Ängste durch die Anpassung Deiner Filter kann jedenfalls ungemein zu Deinem Lebensglück beitragen. Plötzlich bist Du frei, das zu tun und umzusetzen, was Du Dir schon lange erträumt hast. Du bist nicht mehr abhängig von Deinen eigenen Einschränkungen oder von jenen, die Du Dir aus gesellschaftlichen Meinungen herausfilterst.
So war es auch im Jahr 1954. Bis dahin galt es als unmöglich, die Distanz von einer Meile (1,61 km) in unter vier Minuten zu laufen. Noch nie zuvor hatte dies ein Mensch geschafft, bis am 6. Mai desselben Jahres der junge Roger Bannister kam und das bis dahin für unmöglich Gehaltene erreichte. Er lief die Meile in weniger als vier Minuten und schrieb damit Sportgeschichte. Das allein war bereits eine Sensation. Noch unglaublicher war jedoch, dass es ab diesem Zeitpunkt plötzlich immer mehr Läufer schafften, unter der Vier-Minuten-Marke zu bleiben. Offenbar waren bis dahin alle dem kollektiven Glauben erlegen, dass dies nicht möglich sei. Bis einer kam, der das nicht wusste und es einfach tat – und damit alle anderen ermutigte.
„Ganzheitlicher Erfolg erfordert eine konstruktive Auseinandersetzung mit Deinen Ängsten.“
Die Lösung:
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Die Angst benennen: Im Märchen „Rumpelstilzchen“ kann die Müllerstochter ihre Angst erst besiegen, als sie den Namen ihrer Angst, nämlich „Rumpelstilzchen“, herausfindet. Dasselbe gilt auch für uns alle. Es ist zum Auflösen von Ängsten hilfreich zu ergründen, wovor Du GENAU Angst hast.
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Selbstreflexion: Nimm Dir dazu – wie auch bisher – eine ruhige Zeit für Dich, in der Du Deine Situation ehrlich mit Dir selbst reflektierst, um herauszufinden, wovor Du genau Angst hast. Was steckt hinter den ersten Angstsymptomen?
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Das Worst-Case-Szenario durchspielen: Es kann dabei sehr hilfreich sein, weiterzuspinnen, was denn danach alles passieren würde, wenn Deine Angst plötzlich Wirklichkeit wäre. Du hast zum Beispiel Angst davor, dass Du gekündigt wirst, wenn Du nicht auch an Deinen freien Wochenenden für Kunden telefonisch erreichbar bist. Also angenommen, Du spielst nicht mehr mit und würdest dadurch wirklich gekündigt werden. Was folgt dann? Du würdest vermutlich eine Zeit lang finanzielle Unterstützung vom Staat bekommen und Deine Ausgaben dementsprechend anpassen müssen, weil Dein Einkommen geringer wäre als bisher. Du würdest einen neuen Job suchen und sehr wahrscheinlich auch einen finden. Falls nicht, würdest Du weiterhin vom Staat Geldleistungen erhalten. Falls doch, wird Dir Dein neuer Arbeitsplatz sehr wahrscheinlich mindestens so gut gefallen wie der vorige. Falls nicht, dann würdest Du nach einem anderen Arbeitsplatz für Dich suchen. Du würdest weder verhungern noch obdachlos werden, weil Du Dich um Stundung oder Verringerung von etwaigen Zahlungsraten bemühen würdest und die grundsätzlichen Lebenserhaltungskosten vom Staat gedeckt werden würden. In einem neuen Job könntest Du viel glücklicher werden als im alten und möglicherweise wird dort auch nicht erwartet, dass Du außerhalb Deiner Arbeitszeit für Kunden erreichbar bist. Lohnt es sich also wirklich, an dieser Angst festzuhalten?
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Professionelle Unterstützung: Manche Ängste wiegen jedoch so schwer, dass ein selbstständiges Auflösen nicht möglich erscheint. Solltest Du alleine nicht zurechtkommen oder die Angst gar so groß sein, dass Du Dich alleine nicht traust, sie zu bearbeiten, suche Dir spätestens dann bitte unbedingt professionelle Unterstützung. Grundsätzlich ist es ohnehin gut und sinnvoll, das Thema „Angst“ in einem geschützten Rahmen aufzuarbeiten. Als sehr effektiv und meiner Erfahrung nach frei von Retraumatisierung nenne ich hier erneut die Time-Line-Therapy® als Möglichkeit zum Auflösen.
Auf den Punkt gebracht: Ängste können auf überaus vielfältige Weise präsent sein und Dich in Deinem Lebensglück und somit Deinem ganzheitlichen Erfolg blockieren. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Angst ausfindig zu machen und aufzulösen – auf welche Art auch immer. Investiere lieber ein wenig Geld in professionelle Unterstützung, als dass Du ständig Gefangener Deiner Ängste bleibst. „Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben“, heißt es nicht ohne Grund im Volksmund. Das Erlebnis von Freiheit ohne Ängste und Blockaden ist großartig. Das solltest Du wirklich selbst erleben! Traue Dich, es lohnt sich definitiv. Ich habe es selbst erfahren und weiß, wovon ich spreche. Ich würde das Gefühl nie wieder missen wollen.
Notiere: Welche Ängste werden Dir in Deiner ehrlichen Reflexion bewusst und in welchem Lebensbereich befindet sich jede davon?
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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