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Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung

26. Ankern

Ein junger Mann, getrieben von tiefster Verzweiflung und nagender Armut, ging einen verhängnisvollen Pakt ein: Er verpfändete seine Seele an den Teufel. Jahrelang lebte er danach im puren Überfluss, feierte rauschende Feste und genoss jeden erdenklichen Luxus. Doch unweigerlich brach der Tag der Abrechnung an.

In nackter Panik griff der Mann zu einer fast schon absurden Maßnahme: Er wuchtete einen massiven eisernen Schiffsanker heran und band ihn sich mit dicken Seilen fest um den Leib. Er hoffte, er wäre so schlichtweg zu schwer, um in die Unterwelt gezerrt zu werden. Als der Teufel jedoch erschien, lachte dieser nur höhnisch auf. Er packte den Mann samt Anker wie eine Feder und schwang sich mit ihm mühelos in den dunklen Nachthimmel.

Doch mitten im rasanten Flug passierte es: Sie streiften das schroffe Gestein einer hohen Klippe. Der Anker verhakte sich mit einem gewaltigen Ruck tief in einer Felsspalte. Der Teufel zerrte, tobte und schlug wild mit den Flügeln – doch das Eisen hielt bombenfest. Der Mann ließ sich keinen Millimeter mehr von der Stelle bewegen. Völlig erschöpft und wutentbrannt musste der Teufel schließlich aufgeben und ihn zurücklassen. Das schwere Eisen, das den jungen Mann eigentlich einschränken sollte, hatte ihm in Wahrheit die Freiheit gerettet.

Buch - Thomas Eigner MA

In der Schifffahrt hat ein Anker die Funktion, das Schiff bei starker Strömung oder Sturm an einer bestimmten Stelle zu halten. Aber auch wir Menschen ankern im Leben immer wieder. Wir verbinden nämlich Orte oder körperliche Stimulationen mit Gefühlen. Vielleicht fühlst Du Dich schon von klein auf an einer bestimmten Stelle im Wald besonders wohl. Dieser Ort zieht Dich wie magisch an. Auch Jahre später hast Du am selben Ort noch immer die gleichen wohligen Gefühle. Du hast dieses Wohlbefinden an diesem Ort geankert.

Oder Du massierst Dir bei Stress immer wieder unbewusst dieselbe Stelle an Deinem Handrücken, um Dich zu beruhigen. Auch hier hast Du vermutlich Gefühle wie Entspannung, Gelassenheit, Vertrauen etc. an diesem Ort am Körper gespeichert und rufst sie in stressigen Situationen ab, damit sie Dich beruhigen. In der Geschichte zu Beginn dieses Abschnitts kam ein Anker dem jungen Mann zu Hilfe. Der Anker schaffte es im übertragenen Sinn, dass der Mann am Boden blieb und sich nicht von seinen Ängsten davontragen ließ.

Ein visueller Anker kann zum Beispiel sein, dass Du Dein Gesicht verziehst, sobald Du ein Bild von jemandem siehst, der in eine Zitrone beißt. Es reicht oft schon aus, nur an den Biss in eine Zitrone zu denken, damit dieses Gefühl in Dir ausgelöst wird. Probiere es gleich einmal aus!

Ein Musikstück kann in Dir ebenso immer wieder dieselben Gefühle auslösen. Diese Gefühle müssen aber nicht unbedingt positiv sein, sondern ein Anker kann auch Negatives hervorrufen. Du hast zum Beispiel ein Lied auf dem Begräbnis einer Dir sehr nahestehenden Person gehört und erinnerst Dich nun immer wieder an den schweren Abschied, wenn der Song im Radio läuft.

Wir können Anker in unserem Leben aber auch bewusst einsetzen, ja sogar installieren. Du möchtest zum Beispiel „Selbstbewusstsein“ immer wieder zu Dir holen können, wenn Du es dringend brauchst – etwa in einem wichtigen Meeting, vor einem Auftritt oder Ähnlichem. Gehe dafür bitte wie folgt vor:

Beispiel: „Selbstbewusstsein“ ankern

  1. Ankerpunkt wählen: Suche Dir eine Körperstelle aus, die Du mit dem Zeige- und Mittelfinger Deiner dominanten Hand gut erreichen kannst, deren Berührung anderen Menschen jedoch kaum auffällt. Dieser zukünftige Ankerpunkt sollte aber auch nicht ständig durch zufällige Berührungen ausgelöst werden können. Ein passender Ort wäre zum Beispiel die Mitte der Innenseite Deines linken Unterarmes. Weniger geeignet wäre eine Stelle, an der Du häufig eine Uhr trägst, da die Uhr das Gefühl dann zu häufig auslösen und damit verwaschen würde.

  2. Gefühl abrufen: Versetze Dich nun so intensiv wie möglich und mit allen Deinen Sinnen in eine Situation aus Deiner Vergangenheit, in der Du vor Selbstbewusstsein nur so gestrotzt hast.

  3. Anker setzen: Wenn Du dabei am intensivsten Punkt des Gefühls von Selbstbewusstsein angekommen bist, drücke bitte mit Zeige- und Mittelfinger Deiner dominanten Hand den von Dir ausgewählten Ankerpunkt. Bleib im intensiven Gefühl und lass den Ankerpunkt wieder los, sobald Du bemerkst, dass die Intensität nachzulassen beginnt.

  4. Anker testen (Separator State): Denke kurz an etwas anderes oder stehe auf und gehe für einen Moment herum. Drücke danach erneut den Ankerpunkt und halte ihn diesmal. Nimm wahr, wie dadurch das Gefühl „Selbstbewusstsein“ ausgelöst wird, ohne dass Du bewusst daran denken musst.

So kannst Du viele für Dich nützliche Gefühle an unterschiedlichen Stellen Deines Körpers ankern, damit sie Dir bei Bedarf zur Verfügung stehen. Auf Deinem Weg zum ganzheitlichen Erfolg kann Dir dies immer wieder eine große Hilfestellung leisten. Pflege diese Anker regelmäßig, indem Du sie auf ihr Funktionieren hin überprüfst. Sollte ein Anker zu schwach oder gar nicht mehr wirken, lade ihn einfach wieder auf, indem Du bei Schritt 2 erneut beginnst.

Du kannst nicht nur am Körper ankern, sondern auch in Deinen Gedanken, indem Du Dir bildlich etwas in Kombination mit Gefühlen visualisierst. Sehr sinnvoll ist dafür die Installation eines Kraftplatzes, der Dich immer wieder mit allem versorgen kann, womit Du ihn ausstattest. Gehe dazu wie folgt vor:

Kraftplatz installieren

Hier "Kraftplatz" habe ich Dir kostenlos eine geführte Meditation bereitgestellt. Diese von mir selbst gesprochene Aufnahme leitet Dich dazu an, Deinen Kraftplatz einzurichten. Nimm Dir dazu eine ruhige Auszeit und höre Dir die Meditation an. Erschaffe Dir so Deinen persönlichen Kraftplatz. Dieser steht Dir dann jederzeit zur Verfügung, um Dich erneut mit Energie, Gesundheit, innerer Ruhe und Ähnlichem aufzuladen. Du kannst diesen Platz später stets nach Deinen aktuellen Bedürfnissen verändern und ergänzen. Auch wirst Du mit der Zeit bemerken, dass Du immer mehr Abkürzungen nehmen kannst, um direkt zu Deinem Kraftplatz zu gelangen, ohne Dich lange darauf vorzubereiten. Nutze diese sehr effektive Möglichkeit, denn sie kann Dir in Zukunft immer wieder von großem Nutzen sein – zum Beispiel an einem hektischen Tag, vor einer Prüfung, bei Schmerzen oder innerer Unruhe, bei Schlafstörungen, Lampenfieber oder ähnlichen Herausforderungen.

 

„Ganzheitlicher Erfolg gelingt durch das Nutzen hilfreicher, unterstützender Ressourcen!“

 

Setze um: Überlege für Dich, in welchen Situationen Du Anker gut brauchen könntest. Welche Situationen und welche Anker sind das? Installiere zumindest einen dieser Anker und teste ihn für Dich in der Praxis.

Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)

 

Viel Erfolg! Herzlichst,

Thomas Eigner (über den Autor)

Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

Vom Wunsch zur Wirklichkeit
Glück und Erfolg in allen Lebensbereichen erlangen

Buch - Thomas Eigner MA

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