Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
19. Ziele exzellent gut formulieren
Was viele gar nicht wissen, ist, dass Aladdin aus dem Märchen mit der Wunderlampe einen Zwillingsbruder namens Aladdon hatte. Sie teilten sich zwar dasselbe Gesicht, aber nicht denselben Charakter. Als Aladdin durch Zufall in den Besitz der geheimnisvollen Öllampe kam, wischte er den jahrhundertealten Staub sanft mit seinem Ärmel ab. Puff! Ein gewaltiger Flaschengeist erschien und erfüllte ihm einen Wunsch.
Ganz aufgeregt berichtete Aladdin seinem Zwillingsbruder von dem Vorfall. Aladdon, der Stärkere und Gierigere der beiden, fackelte nicht lange und riss ihm die Lampe kurzerhand aus der Hand. Aladdon war jedoch von grober Natur. Er hatte keinen Sinn für das Schöne und schon gar nicht dafür, achtsam mit Dingen umzugehen. Er rubbelte so aggressiv an dem Metall herum, als wolle er einen schmutzigen Kochtopf schrubben. Doch nichts passierte. Der Dschinni zeigte sich nicht. „Das mit dem Flaschengeist war eine miese Lüge!“, schrie er Aladdin an, verpasste ihm eine Kopfnuss und pfefferte die Lampe achtlos in die Ecke.
Aladdin hob das verbeulte Stück Metall behutsam auf, polierte es wieder auf Hochglanz und versteckte es an einem sicheren Ort. Weil er die Lampe so gut pflegte, erschien der Dschinni fortan immer wieder und erfüllte Aladdin die notwendigsten Wünsche für seine Familie.
Doch eines Tages beobachtete Aladdon seinen Bruder durch einen Spalt in der Tür. Nun wusste er nicht nur, wo die Lampe versteckt war, sondern auch, mit welch sanften Bewegungen man sie reiben musste. Er stahl sie erneut, ahmte Aladdins Bewegungen nach und – ZACK – hüllte magischer Nebel den Raum ein. Der riesige Flaschengeist kreuzte die Arme vor der Brust und dröhnte: „Dein Wunsch ist mir Befehl! Was begehrst Du?“
Aladdon rieb sich gierig die Hände und rief: „Ich möchte nie wieder arm sein!“ Der Flaschengeist legte den Kopf schief und kratzte sich am Kinn: „Meister, mein Zauber kennt kein ‚nie wieder‘. Wohin soll die Reise gehen? Was genau willst Du haben?“ Aladdon lief rot an vor Wut: „Bist Du taub?! Ich habe es Dir doch gerade gesagt: Ich will nicht mehr arm sein! Keine Schulden, keinen Hunger, keine leeren Taschen!“ Der Dschinni zuckte ratlos mit den riesigen Schultern: „Ein ‚Keine-Schulden-Ding‘ kann ich nicht herbeizaubern. Du musst mir schon sagen, was Du willst, und nicht, was Du nicht willst!“
So ging es noch eine ganze Weile hin und her. Der Dschinni verlangte nach einem konkreten Ziel, doch Aladdon schrie immer nur, was er alles loswerden wollte. Außer sich vor Wut brüllte Aladdon schließlich auf, warf die Lampe krachend zu Boden, trat sie mit dem Fuß aus dem Fenster und rührte sie nie wieder an.
Von nun an gehörte die Wunderlampe Aladdin alleine. Er hütete und pflegte sie an einem sicheren Ort und achtete stets darauf, dass sein Zwillingsbruder sie nie wieder in die Finger bekam.
Was gilt es für uns aus dieser Geschichte zu lernen? Einerseits ist es wichtig, stets das zu pflegen, was für uns im Leben eine Unterstützung darstellt, damit wir auch unsere Ziele erreichen können. Üblicherweise bist Du es selbst, der gute Pflege in Form von ausgewogener Ernährung, ausreichendem Schlaf, Regeneration, Zeit mit Dir selbst, gelebter Persönlichkeitsentwicklung und Ähnlichem benötigt. Achte also bitte stets so gut auf Dich, wie Aladdin auf seine Flasche achtete.
Andererseits ist es auch notwendig herauszufinden, wie Du Deine Ziele überhaupt erreichen kannst. Aladdin wusste ganz genau, wie er einen Wunsch an den Dschinni ausdrücken musste, damit dieser erfüllt wird. So gilt es auch für Dich, Deine Wünsche exzellent gut zu formulieren, damit genau das eintreten kann, was Du Dir wünschst. Sonst geht es Dir vielleicht wie Aladdon, der zwar einen Wunsch hat, diesen aber so ungeschickt formuliert, dass weder er selbst noch sein Unbewusstes in Form eines Dschinnis wissen, was er wirklich möchte.
Etliches dazu wurde im Buch bisher bereits erwähnt, ich gebe Dir hier nun aber noch die komplette Übersicht, wie Ziele exzellent gut formuliert werden:
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Für Dich selbst: Ergründe, ob Du das Ziel wirklich für Dich selbst erreichen willst. Es bringt Dir wenig, wenn Du zum Beispiel für Deinen Partner abnehmen möchtest.
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Zusatznutzen: Gibt es noch Zusatznutzen, die Deiner Zielerlangung im Wege stehen könnten? Falls ja, arbeite bitte erneut den betreffenden Abschnitt in Kapitel 1 dieses Buches durch.
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Hin-zu-Formulierung: Hast Du auch wirklich ein Hin-zu-Ziel gewählt? Weißt Du, was Du genau erreichen möchtest, und nicht nur, was Du nicht mehr haben willst?
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Keine Steigerungsformen: Verwende bitte eine Formulierung frei von Steigerungsformen (z. B. statt „gut“ -> „besser“ -> „am besten“ nutze nur das Adjektiv ohne Komparativ oder Superlativ). In der höchsten Ausprägung weiche auf Formulierungen wie „exzellent gut“ oder „optimal“ aus. Deinem Unbewussten fehlt nämlich die Referenz, was „besser“ bedeutet. Das ist, als würdest Du im Auto in Dein Navi eingeben: „Ich will weiter weg von zu Hause.“ Was ist weiter? Wohin genau?
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Ohne Verneinungen: Bitte lasse auch Wörter wie „kein“, „nicht“, „un-“ und Ähnliches aus Deiner Formulierung weg. Das Unbewusste könnte durch Verneinungen unnötig verwirrt werden. Formuliere möglichst klar und exakt.
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Kein „muss“ oder „soll“: Ebenfalls ist Dein Ziel ohne „muss“ und „soll“ gut formuliert. Dein Ziel soll ein freier Wunsch ohne Verpflichtungen sein.
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Glaubwürdig: Das von Dir angestrebte Ziel soll für Dich glaubwürdig erreichbar sein. Ein „Ich habe morgen 1 Milliarde Euro auf dem Konto“ wirst Du Dir selbst kaum glauben können, und somit verhinderst Du zuverlässig die Erfüllung. Übe lieber einmal mit Zielen, die von Dir selbst geglaubt werden können.
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Messbar und terminiert: WANN wirst Du Dein Ziel erreicht haben? Bitte gib ein genaues Datum in der Zukunft an (z. B.: „Am 31.12.20XX habe ich…“). WAS wirst Du dann genau haben? Bitte gib eine genaue Menge, Anzahl, Gewicht, Summe etc. an (z. B.: „… 75 Kilogramm Körpergewicht“).
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Ich-Formulierung: Verwende bitte Ziele, die in der Ich-Form formuliert sind (z. B.: „Ich habe…“), anstatt „Mein Trainer wird…“, „Mein Partner hat…“, „Meine Mutter macht…“ etc. Du sollst ja die Ursache für Deine Veränderung sein, nicht jemand anderes.
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Handschriftlich: Notiere Deine Ziele bitte handschriftlich. Diese grafomotorische Tätigkeit verbindet Dein Ziel noch effektiver mit Deinem Unbewussten als Unterstützungsinstanz, als wenn Du es nur denken oder am Computer schreiben würdest.
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Unterschrift: Unterschreibe abschließend Dein fertig formuliertes Ziel. Dies erhöht Deine Verbindlichkeit Dir selbst gegenüber, damit Du auch über einen längeren Zeitraum hinweg wirklich ernsthaft dranbleibst.
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Sichtbarkeit: Hänge Kopien Deines fertig formulierten Ziels nun an markanten Plätzen in Deinem Zuhause auf, damit Du es so häufig wie möglich vor Augen hast.
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Zweifel gehen lassen: Glaube fest daran, dass Dein Ziel sich auch wie formuliert umsetzen wird. Stelle es Dir dazu immer wieder als bereits erfüllt vor, bis es so weit ist. Zweifel daran würden nur die Energie, die Du in Dein Ziel investierst, schmälern oder das Umsetzen gar ganz verhindern.
„Ganzheitlicher Erfolg benötigt konkrete, exzellent gut formulierte Ziele!“
Setze um: Wie lautet Dein Ziel nun exakt?
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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