Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
14. Das Vergleichen mit anderen einstellen
Es war einmal ein kleiner Junge, der sich sehnlichst wünschte, von anderen Kindern respektiert und anerkannt zu werden. Doch jeden Vergleich mit seinen Mitschülern verlor er – denn er war blind. Eines Tages war ein leises, ungewöhnliches Geräusch im Klassenzimmer des Jungen zu hören. Es raschelte und plötzlich schrie seine Lehrerin schrill auf: „Hilfe, eine Maus!“ Im Klassenzimmer breitete sich ein Tumult aus, denn alle Kinder versuchten, die Maus zu entdecken. Doch die ließ sich aus Angst vor den vielen Kindern nirgendwo mehr blicken. Da forderte die Lehrerin alle Schüler auf, sich ruhig hinzusetzen, bis auf einen – den blinden Jungen. Sie bat den Jungen: „Deine Wahrnehmung ist stets viel besser als die aller anderen. Bitte finde heraus, wo sich die Maus aufhält.“ Die anderen Kinder verhielten sich so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Der blinde Junge aber konzentrierte sich und plötzlich deutete er in Richtung Tafel. „Die Maus ist links hinter der Tafel“, erklärte er. So konnte ein anderer Schüler die Maus einfangen und aus der Klasse bringen. Der blinde Junge jedoch erntete den Beifall der Gleichaltrigen und den großen Dank seiner Lehrerin. Stolz erkannte er, dass er doch viele Stärken in sich trug. Er entwickelte diese weiter und wurde dadurch letztendlich sogar ein großer Star: Stevie Wonder.
Sehr ähnlich zum „Urteilen über andere“ verhält es sich hier auch mit dem „Vergleichen mit anderen“. Dich mit anderen zu vergleichen, macht Dich nämlich meist kleiner, als Du bist, denn fast immer wirst Du dabei nur auf das schauen, was andere besser können oder wovon sie mehr besitzen als Du selbst. Damit schmälerst Du Deinen eigenen Wert und Neidgefühle können in Dir aufkeimen. „Wenn ich doch auch schon so erfolgreich wäre wie sie.“, „Wenn ich nur ebenso viel Geld hätte wie er.“, „So attraktiv wie sie wäre ich auch gerne.“ etc. Diese und ähnliche Vergleiche verunsichern und entmutigen Dich, und das alles lenkt Dich nur von Deinem Fokus auf Dich selbst sowie Deinen persönlichen Zielen ab.
Bemerkst Du hingegen Situationen, in denen Du anderen überlegen bist, verführt Dich das wiederum leicht zu Überheblichkeit. Diese schmälert Deine Achtsamkeit und macht Dich dadurch für unerwünschte Folgen daraus anfällig. Du kennst zum Beispiel sicherlich Videos, in denen vermeintliche Sieger eines Wettkampfes bereits kurz vor der Ziellinie zu triumphieren beginnen, dann aber aus Unachtsamkeit doch noch im letzten Moment von einem Konkurrenten überholt werden. Schade um den verschenkten Sieg, nicht wahr? Erspare Dir bitte solch einen Ausgang, indem Du Deinen Fokus künftig auf Dich, Deine Stärken und Dein eigenes Optimierungspotenzial legst. „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“, meint dazu auch Sören Kierkegaard.
Schon lange vor ihm, ungefähr zu Lebzeiten Jesu, warnte uns der Philosoph Seneca des Weiteren davor: „Halte nie einen für glücklich, der von äußeren Dingen abhängt.“ Du beneidest vielleicht jemanden, der in einer großen Villa wohnt und schnelle Autos fährt. Du weißt aber gar nicht, wie es in ihm selbst aussieht und wie erfolgreich seine Lebensbereiche außerhalb der Finanzen laufen. Du hast vermutlich nicht einmal die Möglichkeit festzustellen, ob er sein Geld selbst erfolgreich erwirtschaftet hat oder es vererbt bekam. Umgekehrt hast Du möglicherweise Mitleid mit dem verkrümmten alten Mann, der täglich auf einen Stock gestützt an Deinem Heim vorbei humpelt. Im Gegensatz zu ihm fühlst Du Dich gesund und glücklich. Er ist aber vielleicht innerlich reich, weil er ausgeglichen und zufrieden ist und auf ein wunderschönes Leben zurückblicken darf.
Zugegeben, die heutige globalisierte Welt macht es uns nicht einfach, das wertzuschätzen, was wir selbst haben (Achtung, Wirkungsseite! ;)). Ständig gaukeln uns die Medien vor, dass es allen anderen noch viel besser geht als uns selbst. Dies verleitet uns dazu, dass wir an unserem eigenen Erfolg im Leben, unserer Attraktivität, der Partnerschaft, unserem Gewicht, dem Guthaben auf dem Konto, dem Job und allem anderen zweifeln und wir uns für benachteiligt halten. Viele flüchten sich dadurch in das Anhäufen von Konsumgütern, wie ständig den größten Fernseher und das neueste Handy haben zu müssen, nur um sich wenigstens gelegentlich erfolgreich fühlen zu können. Aber der wahre ganzheitliche Erfolg kommt nicht daraus, besser zu sein als andere. Er kommt von innen heraus, nämlich aus der Erkenntnis, dass es das einzig lohnende Ziel ist, stetig daran zu arbeiten, die beste Version seiner selbst zu werden.
Renne nicht mit anderen um die Wette. Sei weise und laufe nur gegen Dich selbst. Werde Tag für Tag besser in dem, was Dir persönlich wichtig ist. Lass die Vergleiche mit anderen, denn es ist Dein persönliches Rennen, mit Deinem individuellen Ziel und unter Deinen selbstgewählten Bedingungen. Du bist einzigartig und so verhält es sich auch mit Deinem Weg zum ganzheitlichen Erfolg.
Der persische Dichter und Mystiker Rumi schrieb bereits im Mittelalter: „Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern.“ Die Verbesserung der Welt um Dich herum beginnt damit, dass Du Dich darum bemühst, Dich stetig selbst zu verbessern. Als Maßstab dafür dienst Du Dir selbst. Frage Dich abends im Bett: „In welchen Lebensbereichen durfte ich heute etwas größer werden, als ich es gestern war? Und worin werde ich mich morgen verbessern?“ Dies ermöglicht ein lebenslanges Lernen und Wachsen und entspricht somit der Natur um uns herum. Dort ist Wachstum Leben und Stillstand Tod. Und wir als Teil der gesamten Natur sollten es ihr gleichtun.
„Ganzheitlicher Erfolg erfordert ein stetiges Arbeiten am persönlichen Wachstum!“
Die Lösung:
Lass das Vergleichen mit anderen und den Neid aus Deinem Leben gehen. Erkenne, dass Du aktuell in jedem Lebensbereich genau dort stehst, wo Du mit Deiner derzeitigen Art zu leben stehen kannst. Sollte Dir das in manchen Bereichen nicht genügen, dann fehlen Dir entweder noch:
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Blockaden auflösen: Das Auflösen von hinderlichen Blockaden (wie in den vergangenen Abschnitten beschrieben), oder
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Maßnahmen umsetzen: Das Einsetzen und Umsetzen von unterstützenden Maßnahmen, die ich in den folgenden Abschnitten, insbesondere im Kapitel 2, genauer erläutere. Bitte habe noch ein wenig Geduld.
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Fokus verlagern: Beginne aber jedenfalls gleich damit, Dich nur noch mit Dir selbst zu vergleichen. In Deiner Zeit für Dich selbst oder abends im Bett frage Dich: „Was ist mir heute besser als gestern gelungen? Und worin werde ich morgen noch mehr wachsen?“
Auf den Punkt gebracht: Das Vergleichen mit anderen hat nichts damit zu tun, von anderen zu lernen und sich Vorbilder zu suchen. Es hat vielmehr mit einer Bewertung zu tun, die Dich verunsichert oder entmutigt, da Du zumeist nur wahrnimmst, was Du alles noch nicht so gut kannst oder besitzt, wie andere. Oder es verleitet Dich zu Überheblichkeit und falschem Stolz, wenn Du Dich in einem Bereich besser wähnst als andere. All das macht Dich unachtsam und lenkt den Fokus weg von Dir selbst und Deinen Zielen. Behalte den Blick auf Dich gerichtet und vergleiche Dich von Tag zu Tag nur mit Dir selbst. Das ist Dein Maßstab für persönliches Wachstum und ganzheitlichen Erfolg.
Notiere: Bei welchen Gelegenheiten vergleichst Du Dich noch mit anderen?
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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