Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
23. Die Macht des Unbewussten nutzen
Maxi nahm allen Mut zusammen und fragte seine Oma das, was er sich bislang noch nie getraut hatte: „Du, Oma, wieso geben Dir die anderen Leute hier im Ort den Spitznamen ‚Hexe‘?“ Die Großmutter überlegte, wie sie ihm das kindgerecht erklären könne, und meinte dann: „Maxi, hörst Du jetzt das Ticken der Uhr hier im Zimmer?“ Maxi antwortete: „Ja, klar, das tue ich. Sehr laut sogar.“ „Hast Du das Ticken vor meiner Frage auch wahrgenommen?“, erkundigte sich seine Oma. „Nein, hab ich nicht“, erwiderte Maxi. „Siehst Du, das Ticken der Uhr war immer da. Du hast es aber erst wahrgenommen, als Du Dich darauf konzentriert hast“, erklärte ihm seine Oma, und forderte ihn danach auf: „Jetzt halte Dir bitte Deine Ohren zu und konzentriere Dich dann noch einmal auf das Ticken der Uhr. Sag mir anschließend bitte, ob Du auf diese Art auch noch etwas wahrnehmen konntest. Ok?“
Maxi folgte ihrer Anweisung, hielt sich die Ohren zu, kniff dabei die Augen ganz fest zu und konzentrierte sich. Nach einiger Zeit rief er begeistert aus: „Oma, ich kann das Ticken immer noch hören, obwohl ich mir die Ohren zuhalte! Da, hier in meinem Bauch!“ Er deutete freudig mit seinen Zeigefingern auf seine Bauchgegend. Da erklärte ihm die Großmutter: „Und so ist es auch bei mir. Aber ich kann das nicht nur bei dieser Uhr. Ich kann nämlich auch bei anderen Menschen das wahrnehmen, was sie selbst mit ihren Sinnen verlernt haben wahrzunehmen. Ich konzentriere mich einfach darauf. Und dann spüre ich das, was andere fühlen, sie aber nicht offen sagen. Ganz so, wie Du vorhin beim Ticken der Uhr, obwohl Du Dir die Ohren zugehalten hast. Deshalb werde ich oft ‚Hexe‘ genannt. Und das, obwohl ich nur etwas mache, was jeder andere auch könnte.“
Im letzten Abschnitt „Erst gewinnen, dann beginnen“ sind wir schon tief in den Bereich der Zielerreichung durch die Unterstützung des Unbewussten vorgedrungen. In diesem Abschnitt werden wir die Schritte nun konkretisieren, damit Du die optimale Anwendung kennst. Klären wir zuvor aber noch die wichtigsten Begriffe und Erklärungen dazu:
Suggestion/Autosuggestion: Émile Coué, einem französischen Apotheker, verdanken wir vor rund 100 Jahren die Erforschung von Suggestionen. Er stellte nämlich fest, dass Medizin für seine Patienten besser wirkte, wenn er ihnen die Wirksamkeit der Medikamente suggerierte – indem er ihnen im Vorfeld bereits beschrieb, welche (positiven) Effekte sie nach der Einnahme zu erwarten hätten. Er beeinflusste die Patienten damit in Richtung Heilung. Diese Form, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, kennen wir heute unter dem Namen „Placebo-Effekt“. Coué zeigte damit auf, dass Überzeugungen und Gedanken die Tätigkeit des Körpers unmittelbar beeinflussen. Erinnere Dich: „Energie folgt Aufmerksamkeit.“ Dieser Effekt ist mittlerweile durch eine Vielzahl an Studien wissenschaftlich belegt und wird auch in der Psycho-Neuroimmunologie weiterhin erforscht.
Coué empfahl zur täglichen Selbstanwendung auch jenen autosuggestiven Satz, der weltbekannt wurde: „Es geht mir in jeder Hinsicht von Tag zu Tag immer besser und besser.“ Autosuggestion ist also eine Möglichkeit, sich selbst positiv zu beeinflussen, um individuelle Ziele zu erreichen. Dies funktioniert so wie in diesem Beispiel mit der Zitrone: Stelle Dir vor, Du würdest eine Zitrone aufschneiden, daran riechen und anschließend herzhaft hineinbeißen. Vermutlich hat Dein Körper im selben Moment erstens mehr Speichel im Mund produziert und Du hast zweitens Dein Gesicht verzogen. Hier sind wir erneut bei dem Effekt, dass das Gehirn nicht unterscheiden kann, was Du real erlebst oder was Du Dir nur vorstellst.
Coué erklärte auch: „Jede Krankheit ist heilbar, aber nicht jeder Kranke.“ Er meinte damit, dass es in der Eigenverantwortung eines jeden liegt, an seiner Genesung mitzuwirken. Hier verweise ich deshalb erneut auf den Abschnitt „Zusatznutzen aufdecken“ aus dem 1. Kapitel dieses Buches, da ein solcher Zusatznutzen einer Heilung im Wege stehen könnte. Aber auch negative Glaubenssätze und einschränkende Entscheidungen haben denselben Effekt. Beispiele für unterstützende Suggestionen sind:
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„Ich teile mich anderen klar mit.“
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„Ich führe eine harmonische und liebevolle Partnerschaft.“
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„Ich bin innerlich zentriert und in Ruhe.“
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„Die Medikamente wirken exzellent gut. Ich bin gesund.“ etc.
Affirmation: Zumeist werden die Wörter „Suggestion“ und „Affirmation“ synonym verwendet. Der Unterschied ist in der Praxis auch irrelevant. Dennoch erkläre ich ihn in aller Kürze: Eine Suggestion ist eine Manipulation einer Empfindung oder einer Vorstellung. Das heißt, Du überzeugst Dich selbst von etwas oder lässt Dich von jemandem anderen überzeugen. Ein berühmter Ausspruch dazu lautet: „Fake it till you make it“ – rede es Dir also so lange selbst ein, bis es auch Wirklichkeit ist. In einer Affirmation hingegen bekräftigst und verstärkst Du etwas, das Du bereits hast, wie zum Beispiel ein bestimmtes Können von Dir, wovon Du noch mehr haben willst.
Unbewusstes: Hiermit ist der Bereich gemeint, der hinter unserem Bewusstsein liegt. Gemeinsam bilden sie unsere gesamte Wahrnehmung. Moderne Forschungen gehen davon aus, dass pro Sekunde etwa 15 bis 60 Millionen (!) Sinneseindrücke von unserem Gehirn verarbeitet werden. Aber nur rund 60 davon gelangen in unsere bewusste Wahrnehmung, um uns nicht völlig zu überfordern. Der Rest landet im Unbewussten. Die Auswahl darüber, welche Reize nun wohin gelangen, erledigen unsere Wahrnehmungsfilter, auch Metaprogramme genannt. Willst Du eine Veränderung Deiner Wahrnehmung vornehmen, gilt es also, diese Filter zu verändern, wovon das gesamte 1. Kapitel dieses Buches handelt.
VAKOG: Diese Abkürzung steht für:
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Visuell – sehen
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Auditiv – hören
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Kinästhetisch – fühlen
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Olfaktorisch – riechen
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Gustatorisch – schmecken
VAKOG ermöglicht Dir, eine Suggestion oder Affirmation mit allen Sinnen als bereits in Erfüllung gegangen zu erleben.
Als bereits in Erfüllung gegangen: Dass Dein Unbewusstes eine wichtige Unterstützung bei der Umsetzung Deiner Ziele und Wünsche darstellt, haben wir ja bereits mehrmals festgestellt. Aber warum sollst Du Dir überhaupt etwas vorstellen, damit Dein Unbewusstes reagiert? Und warum sollst Du das Erwünschte als bereits in Erfüllung gegangen mittels VAKOG erleben?
Die Sprache unseres Unbewussten ist die Symbolsprache. So können wir mit unserem Unbewussten am besten über Zeichen, Bilder oder Filmsequenzen kommunizieren. Früher galten Buchstaben und Zahlen, insbesondere handschriftlich geschrieben, deshalb als magisch und waren lange Zeit nur Gelehrten vorbehalten. Träume in Form von Bildern und filmähnlichen Sequenzen kommen aus dem Unbewussten. C. G. Jung hat die Symbolsprache intensiv erforscht. In Tarotkarten kommt sie zur Anwendung, um das Unbewusste erreichen zu können. In der Magie werden unter anderem Sigillen dazu verwendet, um über diese Symbole bestimmte Wirkungen zu erzielen. Selbst in der Bibel unter Markus 11,24 heißt es: „Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet – glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil.“
Hier wird erst wirklich deutlich, welche großen Möglichkeiten wir unter der korrekten Zuhilfenahme unseres Unbewussten haben. Die Karmelitin, Mystikerin und als Heilige verehrte Teresa von Ávila bemerkte dazu bereits im 16. Jahrhundert: „Hätte ich früher erkannt, was ich jetzt weiß, dass der winzige Palast meiner Seele einen so großen König beherbergt, dann hätte ich ihn nicht so häufig darin alleine gelassen.“
21er-Regel: Um Suggestionen und Affirmationen zu stärken beziehungsweise wirksam zu machen, bedarf es bei den meisten Menschen einiger Wiederholung. Dabei hat sich die 21er-Regel als sehr effektiv erwiesen. Es handelt sich hierbei um eine Zahl, welche die Mindesthäufigkeit an Wiederholungen angibt. Jede Wunschvorstellung sollte also mindestens 21-mal wiederholt werden, damit Dein Unbewusstes diese neue Anordnung von Dir installiert und gegebenenfalls einen alten Glaubenssatz überschreibt.
Visualisiere also eine Suggestion mindestens 21-mal mit VAKOG-Unterstützung als bereits erfüllt – oder noch besser: mehrmals täglich, mindestens 21 Tage lang. Solltest Du ein Verhalten an Dir ändern wollen, dann nimm eine Negativbegebenheit aus der Vergangenheit zur Hand, in der Du das unerwünschte Verhalten gezeigt hast. Stelle Dir dann über mehrere Tage hinweg insgesamt mindestens 21-mal vor, wie Du in derselben Situation diesmal jedoch ein wünschenswertes Verhalten an den Tag gelegt hast. Du kannst dazu auch mehrere unterschiedliche Negativbeispiele im selben Kontext hernehmen und diese mit Unterstützung von VAKOG wünschenswert verändern. Unser Gehirn kann nämlich – zur Erinnerung – nicht unterscheiden, ob wir etwas wirklich erlebt oder es uns nur vorgestellt haben.
Vorgehensweise zur Umsetzung
An dieser Stelle fasse ich Dir die wichtigsten Schritte zusammen, um Dein Ziel mit Unterstützung des Unbewussten auch erreichen zu können:
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Optimal festlegen: Lege das Ziel für Dich optimal fest – durch stimmiges, kongruentes und exzellent gutes Formulieren Deines Vorhabens und mittels Überprüfung durch die Warum-Fragen sowie den Öko-Check. Probiere das bereits erfüllt vorgestellte Ziel wie ein Kleidungsstück im Laden an, ob es Dir auch wirklich optimal passt.
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Blockaden prüfen: Überprüfe, ob Du auch mit Sicherheit alle etwaigen Blockaden aus dem 1. Kapitel dieses Buches aufgelöst hast, die Deiner Zielerreichung im Wege stehen könnten.
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Auszeit nehmen: Nimm Dir eine Auszeit für Dich selbst in ruhiger Umgebung, um ungestört und konzentriert arbeiten zu können.
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Gedankliche Reise (Dissoziation & Assoziation): Reise gedanklich zu jenem Termin in der Zukunft, an dem Du Deinen Wunsch bereits erfüllt haben möchtest. Sieh Dir dabei selbst von außen betrachtet zu. Du kannst dazu gedanklich fliegen oder auf einem Flugobjekt beziehungsweise einem fliegenden Lebewesen sitzen und von oben auf Dich hinunterschauen. Du kannst Dir aber auch wie im Kino in einem Film selbst dabei zusehen, wie Dein Ziel bereits erfüllt ist. Du erlebst jedenfalls, wie Dein Ich, das Du beobachtest, bereits mittels VAKOG feiert, dass Dein Ziel erreicht wurde. Du siehst den Erfolg, Deine eigene Freude und auch andere Personen, die Dir dazu gratulieren. Du hörst Dein eigenes Lob und den Jubel anderer. Du spürst Deinen Stolz, die Freude und Erleichterung. Du schmeckst die Belohnung und riechst den zum Erfolg passenden Duft.
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Glaube & Wiederholung: Glaube selbst fest daran, dass Du es erreichen wirst, und wiederhole das VAKOG-Erleben laut 21er-Regel oder häufiger – im Idealfall mehrmals am Tag, mindestens drei Wochen lang.
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Mental leben: Lebe gedanklich in Tagträumen, vor dem Einschlafen, beim Aufwachen, in der Entspannung und Ähnlichem schon so, als würdest Du Dein Ziel bereits umgesetzt haben.
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Nachbessern: Sollte sich Dein Wunsch wider Erwarten nicht zum erwünschten Zeitpunkt erfüllt haben, überprüfe erneut die Abschnitte aus dem 1. Kapitel und löse Blockaden gegebenenfalls auf. Danach wiederhole die Schritte 1 bis 6. Bleib dran!
Expertentipp für Suggestionen und Affirmationen: Schreibe Dir alle Suggestionen und Affirmationen zusammen, die Du für Dich erfüllt haben möchtest. Formuliere sie diesmal jedoch nicht in der „Ich“-Form, sondern als „Du“ – so als würdest Du sie jemandem anderen vermitteln wollen. Dies soll dazu dienen, dass Du die vollständige Liste in weiterer Folge mit Deinem Smartphone oder einem Diktiergerät aufnehmen kannst. Danach steht Dir die Audiodatei stets zur Verfügung, damit Du Dir Deine Suggestionen und Affirmationen immer wieder in ruhigen Momenten oder gar vor beziehungsweise während des Schlafens vorspielen lassen kannst. Kombiniere die Aufnahme im Idealfall noch mit einer kurzen Trancereise, einer Atemübung oder einer sonstigen Entspannungstechnik, damit das Aufgenommene möglichst effektiv im Unbewussten landen kann. Viel Erfolg!
„Ganzheitlicher Erfolg benötigt die Zuhilfenahme Deines Unbewussten!“
Setze um: Nimm bitte Dein Ziel und stelle es Dir mehrmals täglich mindestens 3 Wochen lang mit allen Sinnen als bereits in Erfüllung gegangen vor.
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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