Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
15. Fehlende Motivation überbrücken
Hier könnte jetzt erneut eine Geschichte stehen, aber ich hatte aktuell einfach keine Motivation dazu, eine zu schreiben. Woran könnte das liegen? Vielleicht daran, dass es heute regnet und ich noch mindestens 200 Seiten Prüfungsstoff lernen muss. Jeden Tag zu Hause herumsitzen und pauken. Das Studium absolviere ich ja auch nur, um meinen Vater zufriedenzustellen, damit er mir weiterhin mein Leben finanziert, bis ich weiß, was ich wirklich machen möchte. Letztes Jahr hat es mir noch Spaß gemacht, aber dieses Jahr weiß ich gar nicht mehr, wofür ich studiere. Ich hatte in den letzten drei Wochen nicht einen freien Tag, um überhaupt einmal einen klaren Kopf bekommen zu können. So kann das nicht mehr weitergehen…
Vielleicht geht es Dir manchmal so ähnlich wie in der vorangegangenen Einleitung. Du hast ein Vorhaben, das für Dich optimal zu passen scheint und dem Du höchste Priorität einräumst. Du willst zum Beispiel einem bestimmten Trainingsplan folgen, täglich eine Stunde lang meditieren, zum Abnehmen mehrmals pro Woche joggen gehen, ab sofort stets erst nach 10 Uhr vormittags essen, immer um spätestens 6 Uhr morgens aufstehen oder jeden Abend konsequent für die nächste Prüfung lernen. Ein paar Tage lang verfolgst Du Dein Vorhaben wie geplant, aber plötzlich verlässt Dich die Motivation. Was ist passiert?
Jeder Mensch ist in seiner Herangehensweise an Aufgaben individuell. Aus diesem Grund gilt es, ein steckengebliebenes Vorhaben aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Wenn Du Dir selbst gegenüber dabei ehrlich bist, wirst Du rasch den Grund dafür finden und kannst ihn beheben:
Zielgröße zu umfangreich
Das Ziel, auf das Du aktuell hinarbeitest, ist für Dich möglicherweise zu groß gewählt. Der Umfang Deines Vorhabens „erschlägt“ Dich beinahe. Du weißt nicht genau, wo und wie Du beginnen sollst und was Du alles dazu benötigst. Dir fehlt dadurch jeglicher Antrieb, weil Du spürst, dass es so nur schiefgehen kann.
Tipp: Brich Dein Ziel auf kleinere Etappenziele herunter. Passe dabei die Größe an Deine Bedürfnisse und Möglichkeiten an. Bleibt ein Teilziel zu groß, tritt erneut Überforderung ein. Ist es aber zu klein gewählt, kann Dich Langeweile blockieren. Nimm zum Beispiel zuerst einen Halbmarathon und später erst den Marathon als Ziel. Reduziere den Zigarettenkonsum, anstatt gleich ganz damit aufzuhören. Mache Dir einen realistischen Zeit- oder Ablaufplan, der Dir auch Pausen gönnt. Jede erfolgreich absolvierte Etappe gibt Dir nun Motivation, gleich mit der nächsten weitermachen zu wollen. Beginne mit den leichten Aufgaben und wähle dann erst die herausfordernden. So generierst Du noch mehr Erfolgserlebnisse, die Deine Motivation heben. Bleib dran, viel Erfolg!
Langeweile
Wie bereits erwähnt kann Langeweile dann eintreten, wenn das von Dir gewählte Ziel zu einfach zu erreichen ist. Es kann aber auch vorkommen, dass sich Langeweile durch ständig gleichbleibende Routine in Deinem Tun einstellt.
Tipp: Überprüfe im ersten Schritt die Zielgröße und passe sie gegebenenfalls an. Ein zu klein gewähltes Ziel wird häufig nicht ernst genommen und das Erreichen bringt Dir kaum Erfolgserlebnisse. Plane also die einzelnen Etappen so, dass Du bei der Umsetzung weder Über- noch Unterforderung erlebst.
Sollte die Langeweile dennoch anhalten, dann ändere das Setting, also die Bedingungen und den Rahmen immer wieder. Fordere Dich dabei selbst heraus. Trainiere etwa mit altem Equipment, welches das Training erschwert, oder bei schlechtem Wetter, Kälte oder anderen Belastungen. Meditiere im gut frequentierten Park, anstatt ständig am selben ruhigen Platz zur stets gleichen Zeit in Deiner Wohnung. Verschiebe die Uhrzeit, zu der Du täglich frühestens Mahlzeiten zu Dir nehmen möchtest, einfach immer wieder spontan noch weiter nach hinten und teste damit Deine Grenzen. Lerne morgens im Café, statt wie üblich abends am Schreibtisch. Die Abwechslung hilft Dir gegen die Langeweile. Bleib dran, viel Erfolg!
Mangelnde Regeneration
Ein weiterer Punkt, der Deine Motivation blockieren könnte, ist fehlende oder zu kurze Regeneration. Du lernst, arbeitest oder trainierst seit Längerem konsequent, um Dein Ziel zu erreichen, vernachlässigst dabei aber Dich selbst. Das Tun wird immer anstrengender und die Energie, Dich täglich neu zu motivieren, sinkt.
Tipp: Plane bereits im Vorfeld ausreichend Pausenzeiten ein. Diese sind notwendig, damit Du Energie und Ruhe tanken kannst. Sie ermöglichen es Dir aber auch, Rückschau auf die letzten Tage zu halten und dabei stolz auf Dich und Deine bisherigen Leistungen zu sein. Feiere jeden Teilerfolg auf Deine Art. Achte auf ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf. Sorge für Abwechslung im Tun und pflege auch alle für Dich wichtigen Beziehungen und Angelegenheiten Deines Lebens außerhalb Deiner Zielsetzung. Dies alles gibt Dir neue Kraft und Motivation, um gut weitermachen zu können. Bleib dran, viel Erfolg!
Fokus verloren
Wenn das Arbeiten an Deinem Ziel zur Pflicht und Mühsamkeit verkommt, hast Du vielleicht den Blick darauf verloren, welches Ziel Du überhaupt verfolgst, oder vor allem auch, warum Du es erreichen wolltest. Nun blockiert Dich dieser fehlende Sinn in Deinem Tun.
Tipp: Pausiere Dein Vorhaben und nimm Dir Zeit für Dich selbst. Starte mental noch einmal durch und überlege Dir genau, was Du erreichen willst und warum Du das möchtest. Sieh Dich selbst schon im erfolgreich erlangten Ziel und prüfe dort, ob dieses Ziel auch wirklich optimal zu Dir passt. Im Idealfall gehe noch einmal zumindest kurz die gesamten Kapitel 1 und 2 dieses Buches durch, um etwaige Blockaden auszuräumen und Dein Ziel exzellent gut in Deine Zukunft zu setzen. Das wird Dir helfen, nun wieder im Flow an Deinem Ziel weiterarbeiten zu können. Bleib dran, viel Erfolg!
Nicht optimal passendes Ziel
Solltest Du bereits alles, wie im vorigen Punkt erwähnt, neu bewertet haben, aber Du kommst dennoch nicht in die Motivation, dann passt Dein Ziel sehr wahrscheinlich noch nicht optimal für Dich. Du hast das Ziel eventuell nicht für Dich selbst gewählt, Dein Ziel kommt aus dem Verstand und nicht aus Deinem wirklichen inneren Wunsch heraus, oder Du warst beim Auflösen möglicher Blockaden nicht ganz ehrlich zu Dir selbst.
Tipp: Überprüfe noch einmal alle Zielparameter. Insbesondere den Öko-Check solltest Du abermals mit größtmöglicher Ehrlichkeit durchführen, wie im Kapitel 2 beschrieben. Gehe dabei bitte vom Verstand weg in Dein Gefühl und ergründe erneut Dein Vorhaben sowie das „Warum“. Bleib dran, viel Erfolg!
Ungünstiger Zeitpunkt
Es kann vorkommen, dass Du alle Aufgaben im Vorfeld optimal erledigt hast, um die Arbeit an Deinem Ziel auf den Weg zu bringen. Dennoch stockt Deine Motivation und Du kannst nicht erkennen, woran es liegt. Grund dafür sind zumeist ein paar wenige Faktoren, die im Unbewussten zu finden sind. Du hast möglicherweise im Vorfeld viele Blockaden aufgelöst und Dein Unbewusstes benötigt einfach noch etwas Zeit dafür, dies zu verarbeiten. Rechne meiner langjährigen Erfahrung als Veränderungs-Coach nach mit ungefähr 4-6 Wochen Zeit, die Dein Unbewusstes benötigt, um Deine Veränderungsarbeit abzuschließen. Starte erst danach einen erneuten Versuch der Zielumsetzung.
Vielleicht ist es auch einfach noch nicht ganz an der Zeit, Dein Vorhaben in die Wege zu leiten. Dir fehlen möglicherweise ergänzend wichtige Informationen, Ressourcen oder Ähnliches, die für Deine Zielerlangung jedoch essenziell sind. Dein Gespür hat das schon längst erkannt, aber Dein Verstand will das nicht wahrhaben, weil er das Ziel so schnell wie möglich als „erreicht“ abhaken will.
Tipp: Erzwinge nichts. Du bist innerlich mit allen Sinnen davon überzeugt, dass Dein Ziel optimal für Dich passt. Du hast bereits alles achtsam und ehrlich dazu beigetragen, um mit Deinem Vorhaben beginnen zu können. Bleib geduldig und aufmerksam. Das fehlende Puzzlestück beziehungsweise der passende Moment werden sich bald bemerkbar machen. Nutze die Zeit bis dahin sinnvoll, indem Du Deine eigenen Ressourcen auffüllst, Du Deine Persönlichkeitsentwicklung förderst, Du alle Vorarbeiten erledigst, und Ähnliches. Bleib dran, viel Erfolg!
Fehlender Flow
Du hast bereits mit Deinem Zielvorhaben gestartet und weißt, dass grundsätzlich alles perfekt passt. Dennoch fühlt sich das Tun ständig irgendwie eckig und holprig an. Es fehlt der Flow, damit alles eine runde Sache wird. Dies zehrt an Deiner Motivation und lässt Zweifel in Dir aufkommen.
Tipp: Du bist schon sehr gut unterwegs, allerdings scheinst Du hauptsächlich mit dem Verstand bei der Sache zu sein. Damit erzwingst Du vieles, anstatt es im Flow des Tuns einfach werden zu lassen. Wenn Du mit einem Kajak den Fluss hinunterfahren würdest, könntest Du ja auch nicht stur jedes Hindernis rammen in der Hoffnung, dass es dann verschwindet. Du würdest viel mehr achtsam und vorausschauend dahingleiten und in ruhigen Phasen die Fahrt genießen. Wenn Dir dann doch Hindernisse auf Deiner Fahrt begegneten, würdest Du Dich rechtzeitig bereit machen, um diese möglichst sanft zu umschiffen. Dies ist jedoch nicht nur eine Aufgabe des Verstandes, sondern erfordert sehr viel Gefühl und Intuition. Genau das wende bitte auch auf dem Weg zu Deinem Ziel an. Wenn Du im Einklang mit Deinem Tun und allen Deinen Sinneskanälen bist und Du Freude, Leichtigkeit und im Idealfall Dankbarkeit bei der Sache empfindest, bist Du im Flow. Dann geht alles wie von selbst von der Hand, weil es einfach stimmig ist. Bleib dran, viel Erfolg!
„Ganzheitlicher Erfolg erfordert Deinen achtsamen Umgang mit Deiner eigenen Motivation!“
Auf den Punkt gebracht UND auflösen:
Selbst die beste Strategie zur Zielerlangung kann eine mögliche Motivationsblockade nicht gänzlich verhindern. Die Gründe dafür sind vielfältig, sie sollten aber inzwischen von Dir selbst sehr gut festgestellt werden können. Um den Grund für das Motivationstief zu finden, solltest Du Dir wie immer Zeit in Ruhe für Dich selbst nehmen und dabei ehrlich zu Dir sein. Deine Wahrnehmung wird Dir dabei helfen, folgende Fragen zu beantworten, um den Grund für die fehlende Motivation zu finden:
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Langeweile oder Überforderung: Liegt es an Langeweile oder Überforderung?
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Zielpassung: Passt das Ziel optimal zu mir?
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Zeitpunkt: Ist der Zeitpunkt der Umsetzung wirklich gut gewählt?
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Ganzheitlichkeit: Bin ich nicht nur mit meinem Verstand, sondern mit allen Sinnen bei der Sache?
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Achtsamkeit: Achte ich dabei auf mich selbst und mein mir wichtiges Umfeld?
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Fokus: Habe ich mein Ziel noch im Blick?
Notiere: Welche(r) der genannten Gründe für mangelnde Motivation kam(en) bei Dir in letzter Zeit am häufigsten vor? Welche Schlussfolgerungen ergeben sich für Dich daraus?
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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