Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
38. Gib etwas zurück
Im Regieraum eines Fernsehsenders flackerten die Monitore. Das Team hatte sich um die Bildschirme versammelt, die Linsen der versteckten Kameras waren auf einen Mann gerichtet, der auf dem kalten Steinboden einer belebten Einkaufsstraße saß: ein Obdachloser in zerrissener Kleidung, den Blick müde auf den Boden gerichtet. Das Experiment lief bereits seit Stunden. Ein Lockvogel war im Vorbeigehen vorbeigeschlendert und hatte ihm einen knackigen 100-Dollar-Schein in den abgewetzten Hut geworfen.
Hinter den Kulissen wurde sofort getuschelt. Die Gesichter der Beobachter waren skeptisch, fast abgebrüht. Die Wetten liefen bereits: „Wetten, der rennt sofort zum nächsten Dealer?“ – „Vergiss es, der kauft Kistenweise Billig-Schnaps.“
Und tatsächlich: Der Mann starrte den Geldschein an, als könne er seinen Augen nicht trauen. Ein kurzes, ungläubiges Auflachen – dann sprang er auf, raffte seine Sachen zusammen und steuerte zielstrebig auf den nächstgelegenen Supermarkt zu. Die Crew im Regieraum lehnte sich triumphierend zurück. „Siehst du? Sag ich doch.“
Wenige Minuten später kam der Obdachlose wieder heraus. In seinen Armen schleppte er zwei schwere, prall gefüllte Einkaufstüten, die fast zu platzen drohten. Er bog in den gegenüberliegenden Stadtpark ab, wo sich im Schatten alter Bäume einige seiner Leidensgenossen aufhielten. Die Beobachter vor den Monitoren reibschten sich gedanklich schon die Hände. Jetzt gleich würde die Party losgehen.
Doch was sich auf dem Bildschirm abspielte, ließ im Regieraum absolute Stille einkehren.
Der Bettler breitete den Inhalt seiner Tüten auf einer Holzbank aus: frisches Wasser, knuspriges Brot, saftige Wurst und frisches Obst. Er rief seine Bekannten herbei und begann, die Lebensmittel zu verteilen. Nicht geizig, sondern großzügig. Er ging sogar zu jenen, die sich abseits, völlig in sich gekehrt und isoliert im Hintergrund hielten, und drückte ihnen wortlos etwas in die Hand.
Erst als alle anderen versorgt waren, als jeder einen Teil abbekommen hatte, ging er zu einer freien Parkbank, setzte sich langsam hin, zog den allerletzten, unscheinbaren Rest aus der Tüte und lehnte sich zurück. Ein tiefer, glücklicher Ausdruck breitete sich auf seinem Gesicht aus, während er die einfachste Jause seines Lebens genoss. Im Regieraum sprach zu diesem Zeitpunkt längst niemand mehr.
„Erst wenn Du Dein Wasser selbst vom Brunnen heimschleppen musst, erkennst Du den Wert eines jeden Wassertropfens.“ Und „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt“, heißt es im Volksmund. Wenn es Dir gut geht, freue Dich darüber und genieße es. Wenn Du Dich jedoch wirklich ganzheitlich glücklich fühlen willst, dann sorge dafür, dass es auch anderen gut geht und sie ebenfalls glücklich sind.
Das kannst Du machen, wie Du möchtest: Du kannst Geld spenden oder Deine Zeit und Dein Know-how für andere gelegentlich kostenlos zur Verfügung stellen. Du kannst Leuten Geschenke machen, ohne Dich dabei als Schenkender zu outen, oder andere Dinge tun, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Und ganz besonders kannst Du jedem Lebewesen, das Dir begegnet, achtsam und wertschätzend gegenübertreten.
„Blick in Dein Inneres. Da ist die Quelle des Guten, die niemals aufhört zu sprudeln, wenn Du nicht aufhörst zu graben“, erkannte Mark Aurel. Und ein Weiser sagte einst: „Die wichtigsten Menschen sind nicht die, die den Kopf voller Wissen haben. Es sind die, die ein Herz voll Liebe haben, Ohren, die bereit sind zuzuhören, und Hände, die bereit sind zu helfen.“
Sei auch Du dieser Mensch – selbst wenn es Dir vielleicht noch nicht so gut geht, wie Du es gerne hättest. Du wirst merken, dass es Dir allein schon deshalb besser geht, weil Du für andere Sinnvolles tust. Um ganzheitlichen Erfolg zu erreichen, ist dieser Schritt von nun an selbstverständlich.
„Ganzheitlicher Erfolg verlangt nach einem ehrlich gemeinten Teilen des eigenen Erfolges mit anderen!“
Setze um:
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Erkenne zuerst an, wie gut es Dir bereits in Deinem Leben geht – selbst wenn noch nicht alles perfekt für Dich laufen sollte.
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Nimm Dir danach ein wenig Zeit und überlege, was Dich wirklich glücklich machen würde, wenn Du andere damit glücklich machen würdest.
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Schreibe diese Ideen auf und setze sie nach Möglichkeit um.
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So haben wir alle etwas davon. Vielen Dank von uns allen dafür!
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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