Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
11. Hinderliche Kommunikation auflösen
Die Mutter sprach tröstend zu ihrer jungen Tochter, die sich eben das Knie blutig geschlagen hatte und darüber bitterlich weinte: „Alles wird gut.“ Da schrie die Tochter frustriert zurück: „Nichts wird gut!“ Daraufhin antwortete die Mutter ruhig: „OK, dann wird auch das Nichts gut.“
Die Gedanken und Worte über uns selbst sowie über unser Leben bestimmen unsere Gegenwart und Zukunft viel stärker, als uns meist bewusst ist. Schon dem Buddhismus wird folgende alte Weisheit zugeschrieben: „Was Du denkst, bist Du. Was Du bist, strahlst Du aus. Was Du ausstrahlst, ziehst Du an. Was Du anziehst, bestimmt Dein Leben.“ An dieser Stelle erwähne ich noch einmal Einstein, der ebenfalls sinngemäß erklärte: „Gedanken erschaffen Realität.“ Warum? Weil Energie unserer Aufmerksamkeit folgt. Wenn Du Deinen Fokus ständig auf Negatives in Deinem Leben richtest, wirst Du auch nur Negatives wahrnehmen. Dann wird auch Deine Aussage stimmen, wenn Du wütend schreist: „Mein Leben ist so mühsam!“ Wenn Du nun dieselbe Energie aufbringst, um Deine Aufmerksamkeit auf das Positive, Deine Ziele, Deine Wünsche sowie die Möglichkeiten in Deinem Leben zu legen, und Du Probleme als Lernerfahrungen ansiehst, wirst Du im selben Moment, in dem Du geflucht hättest: „Mein Leben ist so mühsam!“, auf einmal vielleicht erkennen: „Mein Leben ist schön und ich bin im Flow. Ich meistere alle Hürden.“ Du entscheidest das selbst! Denke daran, bevor Du Deine Gedanken und Worte wählst.
Was kannst Du ab sofort selbst aktiv tun, um Deine Kommunikation für Dich exzellent gut zu wählen?
Kommunikation mit Dir selbst
Viele Menschen neigen dazu, sich vor anstehenden Herausforderungen selbst klein zu machen. Aussagen wie: „Ich schaffe das nicht.“, „Ich habe nicht genug gelernt.“, „So etwas ist mir noch nie gelungen.“ oder „Dabei bin ich immer so nervös.“ sind geläufig. Diese Sätze stimmen jedoch häufig nicht mit den Tatsachen überein. Die Aussagen haben zumeist eine Art Schutzfunktion, damit ein etwaiges Versagen nicht so weh tut, sollte es eintreten. Wenn Du Dir selbst ein mögliches Scheitern bereits im Vorfeld als Option einredest, ist es für Dich weniger schmerzlich, wenn es auch tatsächlich eintritt, denn Du hast ja insgeheim bereits zumindest teilweise damit gerechnet. Hier folgt aber wieder die Energie der Aufmerksamkeit und Du erhöhst dadurch nur die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns. Denke vor jeder Herausforderung positiv über Dich selbst und vertraue auf Deine Fähigkeiten. Im Kapitel 2 wird noch viel ausführlicher darauf eingegangen. Sollte es dennoch nicht zum Erfolg reichen und Du bekommst eine Lernerfahrung in Form eines Rückschlages, verhalte Dich wie im Abschnitt „Gewinne oder lerne“ beschrieben.
Auch „Ärger“ darfst Du an dieser Stelle gerne gehen lassen. Du kennst mit Sicherheit Menschen, die sich in bestimmten Situationen immer wieder ärgern. Vielleicht gehörst Du auch selbst dazu. „Ärger macht alles nur noch ärger“, heißt es im Volksmund jedoch in diesem Zusammenhang richtigerweise. Ärger bringt nämlich grundsätzlich gar nichts. Es ist etwas passiert und das ist jetzt eine Tatsache. Diese kannst Du annehmen, wie sie ist, oder Du entscheidest Dich dafür, Dich darüber zu ärgern. Der Tatsache ist Deine Reaktion egal, Deinem Körper jedoch nicht. Die Wut, die Du in Dir unnötig aufbaust, erzeugt Stress und belastet dadurch Deinen gesamten Organismus. Du schadest Dir damit also lediglich selbst, änderst dadurch aber nichts an der Gegebenheit. Mache Dir das bitte ab sofort bewusst und denke stets daran, wenn Du Dich erneut über etwas geärgert hast. Dies hilft Dir Mal um Mal, die Entscheidung bereits VOR dem Ärgern zu treffen, ob Du Wut jetzt wirklich zulassen möchtest oder besser nicht.
Eine gesunde Alternative zum Ärger über eine bestimmte Situation bieten Formulierungen wie: „Schade, das habe ich mir jetzt aber anders erhofft.“, „Puh, das ist aber jetzt eine unerwartete Lernerfahrung.“, „Oh je, da liegen Wunsch und Realität aber weit auseinander.“ und andere. Tiefes Ein- und Ausatmen, anstatt wütend zu werden, ist ebenso eine gesunde Art, Dich zu erden und damit selbst zu beruhigen.
Insbesondere dann, wenn Du in unerwarteten, ärgerlichen Situationen beginnst, Dich selbst als dumm, unfähig oder noch schlimmer zu bezeichnen, solltest Du dringend an einer Veränderung arbeiten. Mit jeder Wiederholung festigst Du diesen Glauben nämlich und schadest Dir dadurch selbst. Dabei handelt es sich erneut sehr wahrscheinlich um automatische Reaktionen, wie sie im Abschnitt „Blockaden durch Prägung erkennen“ bereits beschrieben wurden.
Kommunikation mit anderen
Wenn Du mit anderen kommunizierst, erinnere Dich daran, dass es nicht nur auf das von Dir Mitgeteilte, also auf den Inhalt Deines Gesagten, ankommt. Wesentlich ist, wie Dein Gegenüber die Botschaft auffasst. Kommt sie beim Empfänger so an, wie Du es beabsichtigt hattest?
Ich rate Dir in dieser Hinsicht dringend dazu, wichtige Angelegenheiten persönlich zu besprechen. In einem Vier-Augen-Gespräch kannst Du Deine Worte mit Gestik, Mimik und Stimmlage unterstreichen. Du kannst also ein sehr klares Bild Deines Anliegens transportieren und sofort auf ungewollte Reaktionen Deines Gegenübers eingehen. Dies kannst Du per Telefon nur eingeschränkt und via Mail, SMS etc. noch weniger. Dadurch sind letztgenannte Kommunikationsmöglichkeiten sehr anfällig für Missverständnisse.
Mir ist es diesbezüglich ein Anliegen, Dir hier die „4 Seiten einer Nachricht“ von Schulz von Thun in Erinnerung zu rufen. Damit kannst Du selbst bewusst steuern, wie Dein Gegenüber Deine Nachricht auffassen soll, und vermeidest somit Missinterpretationen. Eine Äußerung kann nämlich folgendermaßen von einem selbst ausgesendet, aber vom Gegenüber anders wahrgenommen werden:
-
„Sachebene“ – Sie beschreibt die Weitergabe einer Sachinformation, die richtig oder falsch sein kann (z. B. „Heute regnet es.“). Du wolltest damit nur eine Feststellung machen.
-
„Appell“ – Es ist das, was Du beim anderen mit Deiner Aussage erreichen möchtest, ohne es klar zu sagen (z. B. „Heute regnet es.“ – und Du möchtest dadurch darauf aufmerksam machen, dass Du deshalb gerne mit dem Auto zum wichtigen Vorstellungsgespräch gebracht werden willst, ohne dass Du es aber konkret erbittest).
-
„Beziehungshinweis“ – Durch Gestik, Stimmlage und Mimik wird das Gesagte untermauert (z. B. mit zornigem Unterton geäußert: „Heute regnet es.“, und das soll Deinem Gegenüber verdeutlichen, dass ihr den Ausflug doch gestern und nicht erst heute hättet machen sollen, wie von Dir am Vortag vorgeschlagen).
-
„Selbstkundgabe“ – Du schickst der Botschaft auch Gefühle, Werte, Ansichten etc. von Dir selbst mit (z. B. „Heute regnet es.“, sagst Du missmutig, weil Du nun nass und zerzaust zum wichtigen Vorstellungsgespräch kommen wirst. Damit zeigst Du Deinem Gegenüber möglicherweise Deine Sorge davor, dadurch beim Bewerbungsgespräch abgelehnt zu werden).
Jede Nachricht kann also vom Sender zum Beispiel auf Ebene 1 geäußert, vom Empfänger möglicherweise aber auf Ebene 3 wahrgenommen werden, was zu Missverständnissen und Konflikten führen kann. Deshalb ist es wichtig, dass der Sender sich möglichst gut überlegt, auf welche Art er eine Äußerung tätigt, um damit sein erwünschtes Ziel zu erreichen – sich also möglichst konkret ausdrückt und auch Gefühle und Ähnliches benennt, damit kein Spielraum für Interpretationen vorhanden ist.
Der Empfänger wiederum sollte auch auf Gestik und Mimik des Senders achten, um den wahren Inhalt des Gesagten zu verstehen. Bei Unklarheiten sollte er stets gleich nachfragen, anstatt Vermutungen anzustellen, die wiederum zu Missverständnissen führen könnten.
Zudem halte ich es für wichtig, bezüglich Kommunikation mit anderen auch auf die „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK) nach Marshall B. Rosenberg zu verweisen. Mit deren Hilfe kannst Du Deinem Gegenüber Deine Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse so darlegen, dass diese verstanden und möglichst ohne Widerstand akzeptiert und respektiert werden können.
Da Botschaften sehr leicht falsch aufgefasst werden und dadurch auch verletzend bei Deinem Gegenüber wirken können, empfiehlt es sich, auch mit dieser Herangehensweise Missverständnissen vorzubeugen. Insbesondere dann empfehle ich Dir diese Technik, wenn Du Dir von dem Empfänger eine Verhaltensänderung wünschst. Hierbei erfordert es aber auch Dein Zutun, indem Du übst, Deine diesbezüglichen Gefühle wahrzunehmen und konkret zu benennen.
Folgende vier Schritte werden in der GFK empfohlen:
-
„Beobachtung“ – Beschreibe die konkrete Handlung oder Unterlassung Deines Gegenübers, ohne diese zu bewerten oder zu interpretieren. Es geht hierbei darum, dass der andere Klarheit darüber erhält, worauf Du Dich beziehst. Unterlasse dabei fragende Wörter wie „Warum (hast Du…)“ und packe auch keine Belehrungen etc. hinein. Nutze dazu, wenn möglich, Ich-Botschaften, also Sätze, die mit „Ich …“ beginnen.
-
Gut: „Ich habe bemerkt, dass Du heute deutlich zu spät zur Arbeit gekommen bist.“
-
Schlecht: „Warum bist Du heute schon wieder zu spät gekommen? So geht das nicht! Wenn das jeder so machen würde…“
-
-
„Gefühl“ – Stelle idealerweise bereits im Vorfeld an Dir selbst fest, welches Gefühl die Beobachtung in Dir selbst auslöst und … (siehe Punkt 3)
-
„Bedürfnis“ – … mit welchem Bedürfnis (z.B. nach Sicherheit, Verständnis etc.) es bei Dir in Verbindung steht.
-
„Bitte“ – Aus Deinem Bedürfnis formuliere nun eine Bitte um eine konkrete Handlung Deines Adressaten. Diese Bitte muss erfüllbar und kein bloßer Wunsch sein. Beziehe Dich dabei auf das, was Du im Jetzt möchtest, und nicht auf etwas, was Du in der Zukunft willst. Nenne dabei konkret, was Du Dir erhoffst beziehungsweise auch, was Du nicht willst.
Beispiel für den Gesamtablauf:
-
„Ich habe wahrgenommen, dass Du heute den Abwasch nicht wie vereinbart erledigt hast.
-
Ich ärgere mich darüber, weil ich jetzt Deine Arbeit mit übernehmen musste.
-
Damit unser Zusammenleben gut funktioniert, benötige ich das Vertrauen, dass ich mich auf Dich verlassen kann.
-
Ich bitte Dich deshalb, Dich ab sofort an unsere Vereinbarungen zu halten. Ich möchte mich bitte stets auf Dich verlassen können.“
So kannst Du effektiv alles Dir Wichtige transportieren, ohne dass sich Dein Gegenüber zu sehr angegriffen fühlt oder in Widerstand und Rechtfertigung verfällt.
Alltagssprache
Auch wie wir im Alltag mit uns selbst und anderen kommunizieren, kann uns auf dem Weg zum ganzheitlichen Erfolg fördern oder blockieren. Ich gebe Dir hier deshalb eine Übersicht über die gängigsten Optimierungsbereiche in Deinen Gedanken und Worten:
„Eigentlich“ - Wenn Du dieses Wort verwendest, bist Du innerlich noch nicht ganz überzeugt von Deiner eigenen Aussage. Du beschließt zum Beispiel: „Ich will eigentlich mit dem Rauchen aufhören.“ Dadurch zeigst Du zwar, dass Du es grundsätzlich beenden möchtest, in Dir aber noch Anteile sind, die das (noch) nicht wollen. Ein erfolgreiches Umsetzen wird aber umso wahrscheinlicher, je mehr Du innerlich überzeugt davon bist. Lass also „eigentlich“ bitte künftig komplett aus Deinem Wortschatz verschwinden und schaffe stattdessen Klarheit in Deinen Zielen. Solltest Du „eigentlich“ dennoch gelegentlich verwenden, dann erkenne dies sofort und mache Dir klar, dass Du offenbar noch eine Diskrepanz in Dir hast, die es aufzulösen gilt.
„Generalisierungen“ – „Bei Föhnwind bekomme ich IMMER Kopfweh.“, „Ich war noch NIE gut beim Lernen.“, „DIE ÖSTERREICHER jammern viel.“, „Ich habe DAUERND Pech bei der Partnerwahl.“, „DIE ANDEREN können das besser als ich.“ etc. verfälschen Deinen Fokus. (Lies dazu auch gerne noch einmal im Abschnitt über Glaubenssätze nach.) Sie verzerren das Bild davon, dass es doch viele Ausnahmen von Deiner selbstaufgestellten Regel gibt. Und je mehr Du Dir solche Generalisierungen einredest, desto fixerer Bestandteil werden Sie auch in Deinem Leben, weil Dein Fokus nur auf sie gerichtet bleibt. Lasse also auf dem Weg zum ganzheitlichen Erfolg bitte alle Generalisierungen gehen. Sie stimmen nämlich NIE – außer in diesem Satz. ;)
„Weg-Von“ – Für das Erreichen von ganzheitlichem Erfolg benötigst Du stets Zielklarheit. Es ist dabei grundsätzlich gut, wenn Du schon einmal weißt, was Du nicht mehr willst, zum Beispiel: „Ich will keine Ehestreits mehr führen.“ Das ist aber ein Weg-von-Wunsch, weil Du weg vom Ehestreit willst. Aber wo möchtest Du hin? Was willst Du stattdessen? Diese „Weg-vons“ bringen Dir in Deinem Leben sonst weiter nichts. Es ist, als würdest Du ins Reisebüro gehen und sagen: „Ich möchte bitte nicht in die USA und auch nicht nach Australien fliegen.“ Wo willst Du hin? Schaffe bitte ab sofort Zielklarheit und lasse „Weg-vons“ gehen. Ersetze sie durch „Hin-zu-Formulierungen“ und formuliere sie am besten, wie im Kapitel 2 unter „Ziele exzellent gut festlegen“ beschrieben ist. Was willst Du statt des Ist-Zustandes? Im Falle von Ehestreits könnte Dein Ziel möglicherweise lauten: „Ich führe meine Ehe ab sofort harmonisch, in Liebe, gegenseitiger Achtsamkeit und Wertschätzung.“
„Müssen/Sollen“ - Wie oft ertappst Du Dich täglich dabei, dass Du „Ich muss … machen“ oder „Ich sollte noch …“ sagst? Mit diesen Aussagen machst Du doch etwas, wozu Du Dich frei entschieden hast, zu etwas, zu dem Dich offenbar irgendeine unbekannte Kraft zwingt, oder nicht? Du schränkst Dich damit selbst ein und nimmst Dir Möglichkeiten, wenn Du zum Beispiel sagst: „Ich muss jetzt noch meine Oma im Pflegeheim besuchen.“ Fakt ist, Du hast Dich dazu frei entschieden und niemand hat Dich dazu gezwungen. Wieso sprichst Du dann, als wärest Du dahingehend genötigt worden?
In Wahrheit gibt es nur minimal wenige Dinge im Leben, die Du wirklich machen musst, wie etwa Deine Grundbedürfnisse zu decken. Aber nicht einmal das müsstest Du. Du könntest Dich sofort dazu entscheiden, einfach nicht mehr aus Deinem Bett aufzustehen. Irgendein Nachbar oder Angehöriger würde in den nächsten Stunden damit beginnen, sich Sorgen um Dich zu machen, nachschauen kommen und Dich dem Rettungsdienst und dem Pflegedienst übergeben. Diese würden dafür sorgen, dass Du gepflegt und ernährt wirst. Du müsstest Dich nie wieder um irgendetwas selbst kümmern, denn das Gesundheitssystem würde dafür sorgen. Also, noch einmal: Wenn Du Wörter wie „muss“ und „sollte“ verwendest, schränkst Du Dich lediglich selbst ein. Erkenne bitte, dass Du (fast) immer eine Wahl hast – auch die, etwas aufzuschieben oder es gar nicht zu tun. Somit erlangst Du viel mehr Freiheit im Leben, was Dir wiederum auf Deinem Weg zum ganzheitlichen Erfolg hilft. Verwende statt „müssen“ und „sollen“ zum Beispiel:
-
„Ich habe mich dazu entschieden, dass ich noch …“
-
„Ich werde …“
-
„Ich mache noch …“
-
„Ich darf …“ ... und streiche „sollte“ und „muss“ bitte ganz aus Deinem Sprachgebrauch.
„Verneinungen“ – Hast Du schon einmal zu einem Kleinkind gerufen: „Lass das Glas nicht fallen!“? Wie ging es weiter? Blieb das Glas heil? Falls ja, ist es noch einmal gut gegangen. Du hast nämlich in dem Moment den Fokus des Kindes auf „Glas fallen lassen“ gelegt, weil das Unbewusste das „nicht“ gerne überhört. Das berühmteste Beispiel dafür ist, wenn ich Dich nun auffordere: „Stelle Dir bitte keinen rosaroten Elefanten vor.“ Du hast Dir nun sehr wahrscheinlich doch einen rosafarbenen Elefanten vorgestellt, weil Dein Unbewusstes kaum auf verneinende Phrasen wie „nicht“, „kein“, „un-“ etc. reagiert. Der Weg zum ganzheitlichen Erfolg erfordert jedoch möglichst große Klarheit. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, Verneinungen bleiben zu lassen. Zum Kleinkind sag künftig besser: „Bring das Glas bitte vorsichtig zum Tisch.“ oder Ähnliches.
„Steigerungsformen“ – Insbesondere für die Erstellung von exzellent gut formulierten Zielen ist dieser Punkt wichtig. Unser Gehirn kann nämlich mit solchen Unklarheiten nichts anfangen. Sätze wie: „Ich will im Sport BESSER werden.“, „Ich möchte ein HÖHERES Gehalt bekommen.“ oder „Ich werde ab sofort ACHTSAMER durchs Leben gehen.“ laufen ins Leere. Warum ist das so? Stelle Dir bitte Dein Gehirn wie ein Navigationsgerät vor. Dort würdest Du auch nicht eingeben, dass Du einfach WEITER von zu Hause weg möchtest. Du würdest ihm stattdessen vorgeben, wo genau Du hinwillst. Tu dies bitte ab sofort auch bei Deinen Zielen und Wünschen. So erhältst Du eine exzellent gute Zielklarheit. Sage zum Beispiel: „Ich wiege am 23. Dezember dieses Jahres 72 Kilogramm.“ oder „Ich belege beim Hindernislauf kommenden Samstag den ersten Platz.“ etc. Benötigst Du für Deine Formulierung dennoch die höchste Steigerungsform von etwas, dann umschreibe es mit „exzellent gut“ oder Ähnlichem statt „am besten“. Zum Beispiel: „Ich gehe ab sofort exzellent achtsam durchs Leben.“
„Alltags-Trancen“ – Ich umschreibe diese Einschränkungen jetzt einfach so und meine damit Aussagen, mit denen der Fokus auf Mangel hin verfälscht wird. Im Radio kannst Du bei Verkehrsbehinderungen zum Beispiel immer wieder hören: „Der ZEITVERLUST beträgt X Minuten“. Hier wird Dir aber nirgendwo wirklich Zeit weggenommen. Du darfst nun lediglich Zeit, die Du mit Fahren verbringen wolltest, anders nutzen. Klar kann das Stress erzeugen, wenn Du einen wichtigen Termin hast, oder die Kinder auf der Rückbank quengeln. Du kannst die Situation aber auch nicht ändern. Dich zu ärgern bringt ja bereits bekanntlich nichts. Also fokussiere bitte auf die Optionen. Rufe an, dass Du Dich verspäten wirst. Danach verwende die Zeit sinnvoll und schön für Dich. Führe ein Telefonat mit jemandem, den Du schon lange einmal wieder hören wolltest. Drehe Deine Lieblingsmusik auf und singe. Sieh Dir einmal bewusst die Umgebung an, oder Ähnliches. Aber lass Dich bitte nicht in Mangeldenken und Stress versetzen. Und vor allem, bitte verwende selbst nie solche Phrasen.
Weitere Beispiele für Alltags-Trancen sind: „Die Grippewelle hat uns jetzt ALLE erreicht.“, „Meteorologen warnen vor einem Hitzesommer.“, „Die Konjunkturprognosen für heuer fallen düster aus.“, „Die Scheidungsrate wird auch in diesem Jahr weiter steigen.“, „Der Terror in der Welt nimmt stetig zu.“, und viele mehr. Hier ist nirgendwo ein konkreter Bezug gegeben. Es fehlen Vergleiche und vor allem ist nicht erkennbar, inwiefern Dich das alles subjektiv betreffen wird. Es handelt sich um reine Panikmache, die Angst- und Mangeldenken erzeugt.
Hinderlich für Dein Vorankommen können sich auch Alltags-Gesprächsklassiker auswirken, wie zum Beispiel: sich darüber zu beklagen, dass schon wieder Montag ist und der nächste Urlaub noch in weiter Ferne liegt; sich gemeinschaftlich über das Wetter zu ärgern; sich generell über Gegebenheiten zu beklagen, die nicht veränderbar sind; ständige Gespräche über Krankheiten und sonstige Mängel im Leben zu führen; Lästern über andere Leute (weil es ebenfalls den Fokus auf Mängel legt und zudem verletzend und sinnlos ist); sowie das Heraufbeschwören von negativen Zukunftsszenarien (wie etwa, dass es später sicher keine Rentenzahlungen mehr geben wird und Ähnliches). Lasse bitte künftig auch diese destruktiven Kommunikationsformen bleiben und nutze Deine Zeit lieber sinnvoll.
„Der Weg zum ganzheitlichen Erfolg wird durch bewusstes, reflektiertes Einsetzen von Kommunikation gefördert.“
Auf den Punkt gebracht UND Lösung: Diesmal habe ich Dir die Zusammenfassung gleich mit einer Übersicht aller genannten Optimierungsvorschläge für Deine Kommunikation dargestellt:
Optimierbar -> Optimal
Ich beende Selbstbeschimpfungen. -> Ich behandle mich selbst ab sofort respektvoll.
Ich höre auf, mich zu ärgern. -> Ich bleibe auch bei Herausforderungen ruhig und achtsam.
Ich mache mich selbst nicht mehr klein. -> Ich vertraue auf mich selbst und meine Fähigkeiten.
Ich verwende keine Weg-Von-Strategie mehr. -> Ich formuliere meine Ziele und Wünsche ab sofort als Hin-Zu.
Ich verwende „eigentlich“ nicht mehr. -> Ich nehme wahr, ob ich innerlich „Ja“ oder „Nein“ zu etwas sage.
Ich muss noch … / Ich sollte noch … -> Ich habe mich dazu entschieden, dass ich noch … / Ich darf … / Ich werde … / Ich mache …
Ich verzichte auf Generalisierungen. -> Künftig werden mir meine Verallgemeinerungen sofort bewusst und ich prüfe sie auf ihren Wahrheitsgehalt.
Ich vermeide Unklarheiten in meinen Anliegen. -> Ich äußere mich ab sofort konkret und benenne dabei auch klar meine Bedürfnisse (die ich ohnehin exzellent gut erkenne;).
Ich lasse Anschuldigungen gehen. -> Ich verwende künftig „Gewaltfreie Kommunikation“ zum Ausdrücken meiner Wünsche und Bedürfnisse.
Vergiss nicht …! -> Denke bitte dran …
Kein Problem! -> Gerne!
Mir ist bei dieser Aufgabe unklar geblieben, dass … -> Bitte erkläre mir noch einmal, …
Ich möchte bitte nicht mehr, dass … -> Ich ersuche Dich, ab sofort bitte … zu ändern.
Ich werde ab 01.01.20XX mehr Geld verdienen. -> Ich verdiene ab 01.01.20XX € 4.000,- netto pro Monat.
Beim nächsten Marathon stelle ich eine neue persönliche Bestzeit auf. -> Den Marathon am 4. September diesen Jahres laufe ich in einer Zeit von 3:30 Stunden.
Ich habe ab sofort bestmögliche Gesundheit. -> Ich habe ab sofort exzellent gute Gesundheit.
Ich höre nicht mehr auf kollektive Angst- und Mangelsprache. -> Ich fokussiere mich ab sofort auf meine Impulse, auf Chancen und das Gute in meinem Leben.
Notiere: Welche persönlichen Kommunikations-Hindernisse wurden Dir in diesem Abschnitt bewusst, die Du ab sofort veränderst?
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

Kontaktmöglichkeiten
Online Coaching: Österreich, Deutschland und Schweiz

