Buch "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"
von Thomas Eigner MA
Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit & Potentialentfaltung
6. Negative Glaubenssätze gehen lassen
Eine Reporterin machte sich auf den Weg, um einer Geschichte nachzugehen, von der sie gehört hatte. Es wurde ihr nämlich von Zwillingsbrüdern berichtet: Der eine sitze in der Todeszelle, der andere sei ein erfolgreicher und angesehener Unternehmer, Pastor und Familienvater. Sie schaffte es, zuerst einen Interviewtermin bei dem Zwillingsbruder im Gefängnis zu bekommen. Dieser erzählte offen, dass er und sein Bruder bei gewalttätigen, drogen- und alkoholabhängigen Eltern aufgewachsen seien. Sie hätten keine Geborgenheit, Liebe oder Unterstützung erfahren und seien häufig geschlagen worden. Es sei deshalb kein Wunder, dass er selbst auf die schiefe Bahn geraten sei. Im Drogenrausch habe er bei einem Raubüberfall einen Mann getötet und sei deshalb nun in der Todeszelle. „Wie hätte ich mich bei solchen elterlichen Vorbildern denn auch anders entwickeln sollen?“, gab er überzeugt an.
Die Reporterin bedankte sich für seine ehrlichen Antworten und machte sich anschließend auf den Weg zu seinem Zwillingsbruder. Dieser erzählte von denselben Umständen in der Kindheit und berichtete genauso offen über das Verhalten der Eltern. Sie hätten keine Geborgenheit, Liebe oder Unterstützung erfahren und seien oft misshandelt worden. Deshalb sei er in die Welt hinausgegangen und habe alles dafür getan, endlich diesen Mangel zu beheben und Liebe und Respekt zu bekommen. Er habe eine erfolgreiche Firma gegründet, sich verliebt, geheiratet und zwei tolle Kinder bekommen. Er behandle seine Familie mit größter Wertschätzung. Er engagiere sich zudem in seiner Gemeinde als Pastor und helfe sozial benachteiligten Jugendlichen. „Wie hätte ich mich bei solchen elterlichen Vorbildern denn auch anders entwickeln sollen?“, meinte er im Interview.
Was macht nun den entscheidenden Unterschied in der Entwicklung der Zwillingsbrüder aus? Sind es eventuell voneinander abweichende Glaubenssätze, die sie aus ihren Erfahrungen in jungen Jahren gebildet haben? Wie zum Beispiel: 1. „Weil meine Eltern gewalttätige Süchtige waren, kann ich mich selbst gar nicht anders entwickeln.“ – und demgegenüber: 2. „Weil meine Eltern gewalttätige Süchtige waren, werde ich alles dafür tun, dass ich ein Leben voller Gesundheit, Liebe und Glück habe.“
Wir alle werden häufig in unserem ganzheitlichen Erfolg von negativen Glaubenssätzen – also falschen Überzeugungen, Entscheidungen, Meinungen und Einstellungen – blockiert. Viele davon haben wir als Kind immer wieder von unserem Umfeld auf unterschiedliche Art wahrgenommen und dadurch in unserem Unbewussten als „wahr“ abgespeichert. Diese könnten bei Dir möglicherweise so gelautet haben:
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„Unsere Familie konnte noch nie mit Geld umgehen.“
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„In unserer Familie haben alle linke Hände.“
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„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.“
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„Wir hatten noch nie Glück in der Partnerwahl.“
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„Geld verdirbt den Charakter.“
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„Schuster, bleib bei Deinen Leisten.“
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„Ständig so viel Aufwand und nichts bleibt übrig.“
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„Das Leben ist so mühsam.“
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„Ab einem gewissen Alter kann man nicht mehr so gut [XY] tun.“
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„Bis zu dem Alter sollte man doch schon [XY] erreicht/gelernt haben.“ – und viele mehr.
Diese negativen Glaubenssätze stammen zumeist aus einer Zeit, in der wir zum Überleben noch stark von unseren Bezugspersonen abhängig waren. Deshalb vertrauten wir den Taten und Worten unserer Angehörigen in besonders hohem Ausmaß. Unser Ich war noch kaum ausgeprägt, weshalb Vorgelebtes einen raschen und kaum gefilterten Zugang in unser Unbewusstes fand. In den ersten Lebensjahren lernten wir unser Verhalten überwiegend dadurch, dass wir die uns präsentesten Modelle – nämlich unsere Bezugspersonen – nachahmten. So kommt es, dass wir uns auch von übernommenen negativen Glaubenssätzen einschränken lassen, selbst wenn diese objektiv betrachtet Nonsens sind. Das Wirken dieser negativen Glaubenssätze tief aus unserem Unbewussten heraus ist zudem der Grund dafür, weshalb sie so großen Einfluss auf unser Leben und unseren Erfolg in den verschiedenen Lebensbereichen haben.
Stell Dir vor, Du bist ein Spitzensportler, der hart trainiert und alles für seinen Erfolg tut. Doch Du landest stets nur maximal auf dem 2. Platz, obwohl Dir der Sieg eigentlich sicher sein müsste. Hier könnte neben anderen Faktoren auch ein tief eingeprägter negativer Glaubenssatz der Grund für das Verfehlen des 1. Platzes sein. Dieser könnte zum Beispiel lauten: „Deine Großeltern haben immer so hart gearbeitet, aber trotzdem alles verloren.“ Du trittst also unbewusst in die Fußstapfen Deiner Großeltern: Du arbeitest hart, verlierst am Ende jedoch das Ersehnte.
Negative Glaubenssätze oder einschränkende Entscheidungen kannst Du Dir auch unbewusst selbst auferlegt haben. Besonders bei Ereignissen, die wir uns nicht ausreichend erklären können, neigen wir dazu. Wir (er-)finden dann irgendeine vermeintlich passende Antwort darauf, die wir auch glauben, obwohl sie an den Haaren herbeigezogen ist. Zum Beispiel:
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„Immer wenn ich mich über eine neue Sache freue, geht sie kaputt.“
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„Bei Zugluft bekomme ich immer Kopfweh.“
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„Auch wenn ich mich noch so bemühe, es wird von anderen nie gewürdigt.“
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„Am Schluss gewinnen sowieso immer die Bösen / die Stärkeren / die Reichen…“
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„Ich war immer schlecht in der Schule.“
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„Meine Eltern haben kein Abitur gemacht, also werde ich auch keines machen.“ (Das ist eine Sonderform: Ein unbewusstes Versprechen, das ich anderen gegenüber gebe, um weiterhin zu ihnen zu gehören. Ich bleibe in diesem Beispiel absichtlich in meiner Entwicklung stehen, weil ich mir den Abitur-Abschluss aufgrund meiner Vorbilder selbst nicht zutraue, oder weil ich Angst davor habe, beim Erlangen des Abiturs von meiner Familie ausgegrenzt zu werden, weil ich jetzt „etwas Besseres“ bin als sie.)
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„Der Tag heute wird echt mühsam.“ (Eine weitere Sonderform: Eine selbsterfüllende Prophezeiung, also eine sogenannte Autosuggestion.)
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... und viele, viele andere Glaubenssätze.
Bei diesen „eingebrannten“ Glaubenssätzen nimmst Du nur noch jene Ereignisse wahr, bei denen sie sich auch bewahrheiten. Die Begebenheiten, bei denen sie nicht eintreten, bemerkst Du bewusst gar nicht. Das ist, als würdest Du Dich im Straßenverkehr für einen Tag auf alle gelben Autos konzentrieren. Dir werden plötzlich unzählige gelbe Fahrzeuge auffallen, die Du an anderen Tagen nie bemerkt hättest.
Wie Henry Ford bereits sagte: „Ob Du denkst, Du kannst es, oder Du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.“ Genauso verhält es sich bei den negativen Glaubenssätzen. Du hältst sie subjektiv für wahr, obwohl sie objektiv falsch sind. Aber das Gute daran ist:
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Du kannst sie auflösen und verändern!
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Wenn negative Glaubenssätze wirken, können das auch positive Glaubenssätze tun!
„Ganzheitlicher Erfolg wird durch das Ablegen von negativen Glaubenssätzen und Einschränkungen gefördert.“
Die Lösung:
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Bewusst machen: Der erste Schritt hin zur Veränderung ist – wie bisher – das Bewusstmachen. Erkenne im Alltag, welche negativen Glaubenssätze und Einschränkungen Du in Deinem Leben zulässt, und trage sie unten in die Liste ein. Was hält Dich klein? Was verhindert immer wieder Deinen Erfolg und Deine Zufriedenheit? Was blockiert Deinen Flow? Wovor fürchtest Du Dich?
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Analysieren: Analysiere jeden Glaubenssatz genau. Stimmt er wirklich?
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Hinterfragen: Woher weißt Du, dass der Glaubenssatz wahr ist?
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Vorbilder suchen: Gibt es in Deinem Umfeld Menschen, die in gleichen Situationen andere Glaubenssätze haben und damit erfolgreicher sind als Du? Welche Glaubenssätze könnten sie stattdessen haben?
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Gegenbeweise finden: Erinnere Dich an mindestens eine oder mehrere Begebenheiten aus Deiner Vergangenheit, in denen der Glaubenssatz für Dich nicht gestimmt hat.
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Entscheidung treffen: Entscheide Dich, ob Du den Glaubenssatz (vorerst) behalten oder ihn auflösen möchtest.
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Gegenteil visualisieren: Stelle Dir vor, wie Dein Leben wäre, wenn genau das Gegenteil Deines Glaubenssatzes wahr wäre. Betrachte Dich dabei von oben aus der Vogelperspektive und schaue auf Dich selbst herab. Spüre, höre, sehe und – wenn möglich – rieche und schmecke, wie Dein Leben mit diesem veränderten Glaubenssatz wäre.
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Im Alltag überprüfen: Überprüfe ab sofort immer wieder den negativen Glaubenssatz im Alltag. Stimmt er wirklich, oder hat er sich doch als falsch herausgestellt?
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Neu programmieren (Affirmation): Schreibe Dir auf, welchen Glaubenssatz Du ab sofort statt des alten glauben möchtest. Diese „Affirmation“ wird es Dir ermöglichen, die Veränderung durchzuführen. Sage Dir diese neue Affirmation in ruhigen Momenten mindestens dreimal täglich drei Wochen lang innerlich vor, bis Du sie selbst glauben kannst. (Zur optimalen Formulierung der Affirmation lies bitte im Abschnitt „Ziele exzellent gut formulieren“ in Kapitel 2 nach.)
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Öko-Check: Überprüfe den neuen Glaubenssatz zusätzlich mit dem Ökologiecheck, ob er auch wirklich zu Dir passt. (Lies dazu bitte unter dem Punkt „Öko-Check“ in Kapitel 2 nach.)
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Professionelle Methoden (TLT): Die wirkungsvollste mir bekannte Intervention zum Auflösen und Verändern negativer Glaubenssätze sowie zum Installieren positiver Affirmationen ist die Time-Line-Therapy® (TLT). Sie bringt Dich zurück zur genauen Ursache eines negativen Glaubenssatzes, ohne dass Du die Situation selbst erneut durchleben musst. Von dort entkoppelt sie das betreffende Ereignis von den damit verbundenen negativen Emotionen und lässt Dir die wichtigen Lernerfahrungen aus dem Geschehen übrig. Dadurch lösen sich negative Glaubenssätze auf. Über die Time-Line können ebenso positive Glaubenssätze in die Zukunft gesetzt werden, die Dich auf Deinem Weg zum ganzheitlichen Erfolg unterstützen. Suche Dir bei Interesse Kurse oder Bücher zu diesem Thema und lerne TLT selbst. Oder buche Coachings, die TLT-unterstützte Veränderungsarbeit anbieten, wie dies zum Beispiel in meiner Praxis der Fall ist.
Auf den Punkt gebracht: „Der Glaube versetzt Berge.“ heißt es schon sinngemäß in der Bibel. So kannst Du glauben, etwas Bestimmtes zu können, oder überzeugt davon zu sein, es niemals zu Stande zu bringen. Du wirst in beiden Fällen Recht behalten. Du wirst jedoch im Leben mehr Erfolg haben, wenn Du es wie Pipi Langstrumpf siehst: „Ich habe es noch nie versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Je freier und positiver Du den Lernerfahrungen in Deinem Leben gegenübertrittst, desto mehr gelingen sie Dir. Selbsterfüllende Prophezeiungen werden schon lange nicht mehr als Hirngespinste abgetan, sondern haben sogar bereits Eingang in seriöse Verkaufstrainings gefunden.
Nimm Dein Leben und Dein Verhalten bewusst wahr. So erkennst Du die betreffenden Einschränkungen und Blockaden. Sei Dir selbst gegenüber dabei schonungslos ehrlich und arbeite konsequent an der Auflösung der negativen Glaubenssätze.
Notiere: Welche negativen Glaubenssätze oder persönlichen Einschränkungen in Deinem Leben werden Dir nun bewusst? Ergänze diese Liste immer dann, wenn Dir etwas Neues dazu auffällt und nimm Dir danach Zeit, es aufzulösen.
Möchtest Du persönliche Unterstützung erhalten? Vereinbare gerne gleich einen Beratungstermin mit mir. (Kontakt zur Terminvereinbarung)
Viel Erfolg! Herzlichst,
Thomas Eigner (über den Autor)
Experte für Lebensveränderung, ganzheitliche Gesundheit und Potentialentfaltung

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